Heinsberg-Dremmen: Vereine fürchten „Krake Gema”

Heinsberg-Dremmen : Vereine fürchten „Krake Gema”

Ein spontanes Ständchen des Musikvereins nach dem Kirmesaufzug für den König kann die Schützenbruderschaft teuer zu stehen kommen, dann nämlich, wenn es vorher nicht bei der Gema angemeldet war und ausgerechnet in dem Augenblick der Kontrolleur in der Tür des Festzeltes steht.

Nur ein Beispiel, über das die Vereine sich mit der Gema (Gesellschaft für Musikalische Aufführungs- und Mechanische Vervielfältigungsrechte) nicht einigen können.

Inzwischen nämlich sind die Kontrolleure bei jeder Veranstaltung präsent, messen die Veranstaltungsfläche und kontrollieren die Eintrittspreise und das Veranstaltungsgeschehen. Viele Vereine im Kreis sehen inzwischen die Gema als eine Krake, die die Vereine kompromiss- und geradezu rücksichtslos „aussaugt”.

Vor diesem Hintergrund hatte das Trommler- und Pfeiferkorps Dremmen die Initiative ergriffen und mit Unterstützung vom MdB Leo Dautzenberg zwei Gema-Vertreter eingeladen.

„Es wird sich wohl nichts ändern”, war das Fazit am Ende einer emotional geführten Versammlung, aus der einige Vereine bereits Konsequenzen gezogen haben. Sie verzichten künftig auf Eintritt, weil ihnen dann unter dem Strich weniger Kosten verbleiben, als wenn sie die Gema-Gebühren zahlen würden.