Wassenberg: Verbindung von Malerei und Musik

Wassenberg : Verbindung von Malerei und Musik

Die Einbeziehung der evangelischen Hofkirche Wassenberg mit ihren strengen Raummaßen und weißen, schmucklosen Wänden sowie der Propsteikirche St. Georg in den 1. Wassenberger Kunst- und Kulturtag erweiterte noch das an sich schon breite Spektrum der Darstellungsmöglichkeiten.

Sie vertieften vom Raum und von der Stille her die Beschäftigung des Betrachters mit den künstlerischen Werken.

In der Hofkirche zeigte die Malerin Heidi Nolden aus Kreuzau großformatige Gemälde, die sich vorwiegend mit dem menschlichen Antlitz in besonderen Situationen und mit Bewegungsabläufen zwischen Anspannung und Entspannung befassen.

Heidi Nolden kommt ursprünglich von der Ikonen-Malerei. Später kam die Buchmalerei, aufbauend auf alten Techniken, hinzu. In zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen fanden die Arbeiten der diplomierten Malerin großes Interesse. Sie zeugen allesamt vom tiefen Verständnis für Menschen in Ausnahmesituationen.

In der Hofkirche ging es bei den Kunst- und Kulturtagen weiterhin um den Menschen - genauer gesagt: um das heilpädagogische Zentrum im russischen Pskow, das seit 10 Jahren von der evangelischen Gemeinde Wassenberg und der Rurtalschule Oberbruch getragen wird.

Das Benefizkonzert der Akkordeonistin Claudia Gotthardt mit Werken von Frescobaldi, Takahari, Bach, Gubaidulina und Scarlatti entführte die Besucher in die Musikwelt verschiedener Epochen.

Selbst die zeitgenössischen Kompositionen für das moderne Konzertakkordeon - hier meisterhaft dargeboten - faszinierten die Zuhörer in der Hofkirche. Malerei und Musik gingen eine perfekte Verbindung ein. Der „gute Zweck” spielte dabei noch eine weitere Rolle.

Die „Konzerte für Pskow” sind mittlerweile eine wunderbare Einrichtung. Sie trägt wesentlich dazu bei, das Ausnahmewerk der evangelischen Gemeinde Wassenberg und der Rurtalschule auch finanziell tragfähig zu machen.