Erkelenz-Lövenich: Verantwortung für Ökonomie und Ökologie

Erkelenz-Lövenich : Verantwortung für Ökonomie und Ökologie

Hohen Besuch konnte Metzgermeister Karl-Heinz Esser am Montag in seinen Betriebsräumen in Lövenich empfangen. Der NRW-Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Eckhard Uhlenberg, war auf einen Abstecher ins Nysterbachtal gekommen, um den mehrfach ausgezeichneten Betrieb von Esser zu besichtigen.

„Über Qualität darf man nicht nur sprechen, man muss sie auch kosten”, erklärte der Landtagsabgeordnete Dr. Gerd Hachen aus Erkelenz, auf dessen Betreiben hin das Treffen in Lövenich am Montag zustande kam. Uhlenberg bezeichnete den Metzgereibetrieb von Esser als „Vorzeigebetrieb”, der ökonomische und ökologische Verantwortung verbinde.

Dies reiche von der Qualität des verarbeiteten Fleisches über den schonenden Umgang mit Ressourcen bis hin zum Verhältnis zu den Mitarbeitern. Die Tiere, deren Fleisch in dem Betrieb in Lövenich zu Wurst verarbeitet werden, stammen aus der Region von ausgewählten Mästern, erläuterte der Metzgermeister dem Minister. „Bei Qualität überlasse ich nichts dem Zufall”, erklärte er.

Esser übernahm den Betrieb vor 28 Jahren von seinem Vater in einer Zeit des Umbruchs. Vom kleinen Familienbetrieb arbeitete er sich langsam hoch. Im nächsten Monat eröffnet er seine 37. Filiale. Der mittelständische Betrieb hat insgesamt 370 Mitarbeiter. „Ich habe den schönsten Beruf der Welt”, ist er mit sich und seinem Beruf im Reinen. Neben der Qualität der Wurstwaren werde auch ein starker Fokus auf die Ausbildung gelegt.

Hier sei Vertrauen gefragt, das er in die Mitarbeiter setze. Fünf seiner Filialleiterinnen seien noch vor zwei Jahren als Auszubildende tätig gewesen. Nach einer Führung durch den Betrieb hatten der Minister, Hachen und sein Parlamentskollege Bernd Krückel (CDU) aus Heinsberg Gelegenheit, die Wurstsorten zu probieren.