Untersuchungen im Schutzgebiet haben begonnen

Untersuchungen im Schutzgebiet haben begonnen

Kreis Heinsberg. Seit Donnerstag ist die zweite Verordnung zur Änderung der Geflügelpest-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen in Kraft.

Demnach musste neben den Kreisen Viersen, Kleve und Neuss sowie den Städten Mönchengladbach und Krefeld auch im Kreis Heinsberg zusätzlich zu dem bereits bestehenden Sperrbezirk im Raum Wegberg ein Schutzgebiet eingerichtet werden, das im Radius weitere zehn Kilometer um den bisherigen Sperrbezirk umfasst.

Das Schutzgebiet wird im Norden durch die Bahnlinie Dalheim-Rödgen - Mönchengladbach, im Osten durch die Kreisgrenzen zu Mönchengladbach und Düren, im Süden von der Autobahnabfahrt Titz/Jackerath (A 44) durch die L 227 in westliche Richtung übergehend in L 19 und L 117 bis zum Schnittpunkt mit der A 46, der A 46 nach Süden folgend bis zur Rur sowie im Westen der Rur folgend bis zur niederländischen Grenze und diese nordöstlich bis zum Schnittpunkt mit der B 221 folgend begrenzt.

Im Schutzgebiet gilt, dass aus den Beständen kein Geflügel und keine Bruteier verbracht werden dürfen. Nach Auskunft von Dr. Hans-Helmut Ahlborn, stellvertretender Leiter des Kreisveterinäramtes, können im Einzelfall durch das Veterinäramt Ausnahmen zugelassen werden.

Innerhalb von sieben Tagen sind die Geflügel haltenden Betriebe klinisch auf Anzeichen der Geflügelpest zu untersuchen. Die Tierärzte des Kreisveterinäramtes haben, so Dr. Ahlborn, bereits mit den Untersuchungen begonnen.

Wie lange jedoch dieses Schutzgebiet bestehen bleibt, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Geflügelpestgeschehens in Deutschland ab. Die Dauer der Einrichtung des Schutzgebietes ist gekoppelt an die Aufhebung des Sperrbezirks im Kreis Viersen.

Das Veterinäramt wies erneut darauf hin, dass die übrigen Vorschriften der Geflügelpest-Landesverordnung nach wie vor für den gesamten Kreis Heinsberg Gültigkeit haben.

Alle Geflügelhalter sind verpflichtet, ihre Hühner, Puten, Enten und Gänse in geschlossene Stallungen zu verbringen und bis auf weiteres dort zu halten.

Zudem darf als weitere Vorsichtsmaßnahme kein betriebsfremdes Personal die Stallungen betreten, und es sind mit Desinfektionsmittel getränkte Matten vor den Stallzugängen auszulegen.

Zusätzlich ist jeder Halter von Hausgeflügel (Hühner, einschließlich Perl- und Truthühner, Enten und Gänse) verpflichtet, den Gesundheitszustand seiner Tiere täglich zu kontrollieren und das Ergebnis zu dokumentieren.

Dabei ist insbesondere auf die Wasser- und Futteraufnahme der Tiere, Atemwegserkrankungen sowie Durchfallerscheinungen zu achten. Insbesondere vermehrte Todesfälle sind dem Veterinäramt unverzüglich zu melden.

Hausgeflügel muss gemeldet werden

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg wies ausdrücklich darauf hin, dass jeder Halter von Hausgeflügel verpflichtet ist, seine Tiere beim Veterinäramt anzuzeigen.

Entsprechende Meldeformulare sind dort, beim Bürger-Service-Center (BSC) des Kreises unter 02452/131060 sowie bei den Städten und Gemeinden erhältlich.