Heinsberg: Unternehmer leiden unter hohen Spritpreisen

Heinsberg : Unternehmer leiden unter hohen Spritpreisen

Heute bleibt der Motor kalt. Die Spritpreise sind ein Fass ohne Boden und Volltanken schlägt Löcher ins Portemonnaie. Jeder, der auf das Auto angewiesen ist, stöhnt unter der finanziellen Belastung.

Wer kann, lässt den Wagen stehen, radelt zur Arbeit, oder nimmt den Bus. Noch heftiger als die meisten privaten Autonutzer leiden Unternehmer, die ihr Geld damit verdienen, Waren und Personen von A nach B zu bewegen.

Bierverleger Christoph Hansen beugt sich über Statistiken, hämmert Zahlen in einen Taschenrechner und zuckt nach der letzten Rechenoperation mit den Schultern. Mit den Worten „wir sind fast ohnmächtig” leitet er seine Bilanz ein. Fünf Lastkraftwagen hat er am Start, die insgesamt 300.000 Kilometer im Jahr durch die Region rollen.

Dazu noch sechs Autos, die 180.000 Kilometer zurücklegen. Von Januar bis März, rechnet Hansen vor, verbrannte seine Flotte im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs bei gleichem Spritverbrauch 7500 Euro mehr. „Wenn das mit den Preisen so weitergeht, zahlen wir dieses Jahr 30.000 Euro zusätzlich an der Zapfsäule.”

Die Mehrkosten schreibe Hansen vom „immer schmaler werdenden” Gewinn ab. „Weitergeben können wir die Preise kurzfristig auf dem umkämpften Markt nicht”, sagt er. Der Heinsberger Taxiunternehmer Dieter Meuser hat Personal abgebaut - und zugleich seine Fahrtzeiten eingeschränkt.

Zu Spitzenzeiten waren sieben Taxis rund um die Uhr unterwegs, heute sind es vier. „Die Schmerzgrenze ist überschritten. Der Gewinn wird an der Tankstelle abgezapft”, meint Meuser.