Wegberg: Unterkunft der Asylbewerber: Kein Konzept

Wegberg : Unterkunft der Asylbewerber: Kein Konzept

Der Rat hat sich schon einmal mit Themen und Anträgen für die Zeit nach der Sommerpause befasst. Ganz oben auf der Agenda werden die Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen stehen, wenn es nach Grünen und Sozialdemokraten geht.

Beide hatten Anträge und Anfragen zu diesem Thema eingebracht, in denen sie sich auf den offenen Brief der Tafelvorsitzenden Gabriela Jansen und die von ihr eingeleitete Untersuchung einer Wohnung am Philosophenweg bezogen.

Das Gutachten hatte den Schimmelbefall in einer Wohnung und auf die davon ausgehende Gefährdung für die Bewohner hingewiesen. Die Verwaltung hatte dahingegen auf dem Standpunkt verharrt, dass der Befall in der Wohnung durch nicht sachgerechtes Belüften der Wohnung hervorgerufen worden sei.

Das Thema war auch im Haupt- und Finanzausschuss ausgiebig besprochen worden. Die SPD forderte ein zukunftsfähiges Konzept für „eine menschenwürdige und dezentrale” Unterbringung von Asylbewerbern sowie die Prüfung des besagten Untersuchungsberichtes.

Die Grünen betonten, dass die ihrer Meinung nach „gesundheitsgefährdende Unterbringung” der Bewohner schnellstmöglich beendet werden müsse und forderten Auskunft über Maßnahmen der Sanierung und Alternativen in der Unterbringung der Bewohner.

Darüber hinaus kritisierten sie den Anstrich der Hausfassade, der inzwischen durchgeführt wurde. Für die Verwaltung betonte technischer Beigeordneter Rudolf Fabry, dass der Schimmel in der Wohnung zwischenzeitlich fachmännisch beseitigt worden sei .

Die Aussagen des Gutachten bezeichnete er als „vage”. Ob er durch bauliche Mängel verursacht worden sei, sei zu prüfen. Andere Unterbringungsmöglichkeiten, wie von den Grünen gefordert, seien nach Ansicht der Verwaltung nicht nötig, da die derzeitigen die Mindestanforderungen, die laut Gesetz an eine Obdachlosenunterkunft gestellt werden, erfüllen.

Da diese Meinung weiterhin nicht von allen Parteien des Rates geteilt wird, werden sich Rat und Verwaltung auch weiterhin mit dem Thema beschäftigen müssen. Auch der Grüne Markus Groß kündigte an, das Thema zukünftig „mit dem nötigen Druck” weiterzuverfolgen.