Erkelenz: Unmut bei der CDU wegen Kreismusikschule

Erkelenz : Unmut bei der CDU wegen Kreismusikschule

Die Bürger, die den CDU-Stammtisch in der Stadthalle besucht hatten, zeigten sich enttäuscht und sogar entsetzt über das Vorhaben des Kreises Heinsberg, die Musikschule in Erkelenz zu verlegen.

Vom Vorhaben des Kreises erfuhren sie von zwei Eltern von Musikschülern, die zum Stammtisch gekommen waren. Nach ihrer Aussage brauche das Berufskolleg am Schulring, in dessen Gebäude sich zehn Räume der Musikschule befinden, mehr Platz. Aus diesem Grund überlege der Kreis, die Musikschule zu verlagern.

Neue Heimat könne das Büro der Kreiswerke an der Graf-Reinald-Straße sein. Allerdings wäre dort nur Platz für fünf Räume. Diese reichten für den Betrieb der Musikschule jedoch nicht aus.

Bislang habe zudem noch niemand daran gedacht, welche zusätzlichen Kosten für die notwendigen Umbaumaßnahmen der neuen Musikräume anfallen würden, warnten die beiden Eltern. So sei etwa eine Schallisolierung der Räume von Nöten, damit die Musikschule darin arbeiten könne.

Wie es in Zukunft mit der Schule weitergehen soll, ist noch nicht entschieden. Die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Karin Mainka, versprach, dieses Thema in der CDU zu besprechen, um zu erörtern, was getan werden könne.

So wurde etwa gefragt, warum sich Musikschule und Berufskolleg die vorhandenen Räume nicht teilen können.

Ein weiteres Thema beim CDU-Stammtisch galt der Verschmutzung der Erkelenzer Innenstadt. Die Mehrheit forderte Bußgelder für die „Müllsünder, die achtlos ihren Müll auf die Straße werfen.” Zunächst solle Aufklärungsarbeit geleistet werden, um auf die Misere gezielt hinzuweisen.

Bei dieser Arbeit müsste dann bereits mit der Einführung von Bußgeldern gedroht werden, wenn keine Besserung erfolge, so der Vorschlag. Dies habe allerdings nur dann einen Sinn, wenn die Verwaltung auch dahinter stehe, hieß es.

„Wir brauchen das Rad ja nicht neu zu erfinden, sondern nur von den Städten abzukupfern, die dies bereits erfolgreich praktizieren”, meinte Wilhelm Peerlings.