Unfallzahlen sind gesunken

Unfallzahlen sind gesunken

Kreis Heinsberg (an-o) - Von insgesamt 6228 in 2001 auf 6204 im Vorjahr ist auf den Straßen des Kreises Heinsberg die Zahl der Verkehrsunfälle gesunken. Das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozent. Der Anteil der Unfälle mit Personenschaden ging um 4.9 Prozent zurück.

Wie Polizeidirektor Günther Hamacher mit seinem Verkehrsunfall-Lagebericht 2002 weiter bilanzierte, wurde damit "der beste Stand seit zehn Jahren erreicht". Um vier auf 16 gesunken ist auch die Zahl der Unfalltoten, die damit jedoch "immer noch zu hoch" sei. Trotz der insgesamt "erfreulichen Entwicklung" setze die Kreispolizeibehörde weiter auf intensive Überwachungspräsenz. "Nur was richtig Geld oder gar den Führerschein kostet, so Hamacher, "ist der einzige wirksame Schlüssel zur Sicherheit".

Alle Personal- und Sachressourcen würden deshalb gezielt eingesetzt, um das Entdeckungsrisiko zu erhöhen. Während an kreisweit mehr als 100 Kontrollpunkten besonderes Augenmerk auf die Nähe von Kindergärten von Schulen gerichtet wird, werden jedoch auch nicht kalkulierbare Kontrollen durchgeführt.

Konzept zum Kinderschutz

Weiter kündigte Hamacher ein "operatives Verkehrskonzept zum Kinderschutz" an. Denn obwohl die Zahl der verunglückten Kinder im Trend weiter gefallen ist, liegt sie landesweit noch um 10, 7 Prozent höher. Sorge bereiten auch die Schulwegunfälle, die mit einem Zuwachs von 27,6 Prozent im Zehn-Jahresdurchschnitt den Höchststand erreicht hat. Polizeidirektor Günther Hamacher sieht in diesen Zahlen "eine große Herausforderung".

Die Anzahl der verunglückten Fußgänger ist im Vorjahr um 17, 8 Prozent gesunken, die der Radfahrer sogar um 18,2 Prozent. Nach jahrelang sinkenden Zahlen ist hingegen die Zahl der verunglückten Kradfahrer um 9,7 Prozent gestiegen.

Mit 4,6 Prozent gab es auch Zuwachs bei den Unfallfluchten, wofür allerdings auch die Aufklärungsquote stieg.