Wegberg: Umzug ins Kloster für die Stadt ein „gutes Geschäft”

Wegberg : Umzug ins Kloster für die Stadt ein „gutes Geschäft”

Mit dem Umzug des Standesamtes in den mittleren Flügel des Klosters werde die Stadt Wegberg kurz über lang ein „gutes Geschäft” machen. Auch wenn damit eine Investition von rund 163.000 Euro verbunden sei, mache sich die Nutzung bezahlt.

Dies betonte Bürgermeisterin Hedwig Klein mit Blick auf eine Kritik, die im Rat aufgekommen war. Die Investitionssumme werde sich im Laufe der nächsten zehn Jahre bezahlt machen. Da die Räume aber auf 20 Jahre angemietet würden, sei die Nutzung ein „Gewinnspiel” für die Verwaltung. Darüber hinaus biete das Kloster auch ausreichenden Platz für ausreichenden Platz für das Archiv. Von Verschwendung könne daher keine Rede sein, betonte Klein.

Falsch sei die Behauptung, der Stadt liege ein Brief mit einem konkreten Kaufangebot für das Kloster vor. Dies sei schon deshalb nicht möglich, da das Kloster im Besitz der Kirchengemeinde sei. Die Gangelter Einrichtung Maria Hilf hatte ihr Interesse bekundet, im Kloster eine Wohnanlage für behinderte Menschen zu errichten. Die Kirchengemeinde stimme einem Verkauf jedoch nicht zu, der vom Bistum favorisiert werde.

Mit der Vermietung der elf Künstlerzellen im Dachgeschoss des Mittelflügels habe die Stadt nichts zu tun. Vielmehr lägen genügend Anfragen vor, um die Zellen zu belegen. Die Mieten würden an den Kirchenvorstand weitergeleitet. Die Vermittlung der Zellen sei auch nicht mit zusätzlichem Personal- und Verwaltungsaufwand verbunden. Leerstandsbelegung sei vielmehr gerade eine Aufgabe der Stadt, da es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude handele.

Auch beim BGZ und seiner Zukunft werde viel polemisiert. Seitens der Vereine und anderen Nutzer des ehemaligen Schulgebäudes müssten Bedingungen geschaffen werden, die eine zukünftige selbständige Nutzung in Eigenregie ermöglichten. Die Interessengemeinschaft BGZ würde einer Übernahme von Gebäudeteilen jedoch nur zustimmen, wenn diese komplett saniert übergeben würden und die Stadt auch zukünftig zum Unterhalt beitragen würde. Eine entsprechende Ratsentscheidung stehe noch aus. Innerhalb des ersten Halbjahres solle jedoch nach Vorlage über die Zukunft des BGZ entschieden werden.