Erkelenz: Umsiedlung: Zeitplan festgezerrt

Erkelenz : Umsiedlung: Zeitplan festgezerrt

Einstimmig beschloss der Braunkohlenausschuss als Empfehlung an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung das weitere Vorgehen bei der Umsiedlungsplanung von Immerath, Lützerath und Pesch sowie von Borschemich.

Nachdem zuvor bereits in den Bürgerbeiräten Einigkeit erzielt worden war, gab es bei der Sitzung des Ausschusses im Alten Rathaus nach den Fachvorträgen keine unüberbrückbaren Unstimmigkeiten mehr.

So werden jeweils drei Gutachterteams für die beiden ersten Umsiedlungsabschnitte wegen des drohenden Tagebaus Garzweiler II vom 14. Oktober bis zum 29. November ihre Vorstellungen für die neuen Ortschaften in Erkelenz-Nord und westlich von Kückhoven erarbeiten. Die Kosten von 150 000 Euro für diese planerische Tätigkeit übernimmt Rheinbraun.

Anschließend werden im Dezember die Entwürfe von Stadt, Rheinbraun und der von der Stadt beauftragten übergeordneten Planungsgruppe Ulrich/Jetel geprüft.

Nach einer öffentlichen Auslegung der Gutachterentwürfe vom 7. bis 12. Januar in Borschemich und Immerath gibt es eine öffentliche Präsentation am Samstag, 25. Januar, von 10 bis 13 Uhr im Kaisersaal in Immerath und am Samstag, 1. Februar, von 10 bis 13 Uhr in der Mehrzweckhalle in Borschemich.

Anschließend ist jeweils von 14 bis 17 Uhr eine Sitzung der Bewertungskommissionen. Sie geben ihre Empfehlungen an die politischen Gremien der Stadtrates. Der Rat entscheidet schließlich über den endgültigen Plan, der dann als Stellungnahme in den Braunkohlenplan zur Umsiedlung einfließen wird.

Bevor die Theorie zur Praxis wird, vergehen noch Jahre. Die gemeinsame Umsiedlung der Bürger von Pesch, Immerath und Lützerath soll 2005 beginnen und, endend mit Lützerath, 2019 beendet sein. Das Zeitfenster für Borschemich ist von 2005 bis 2015.