Erkelenz: Umschlag mit 50.000 Euro für Lamberti-Turm

Erkelenz : Umschlag mit 50.000 Euro für Lamberti-Turm

Der Erkelenzer Lamberti-Turm beschäftigt auch während der umfangreichen Sanierungsarbeiten die Bevölkerung der Erka-Stadt. Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Pfarrzentrum von St. Lambertus zum Diavortrag mit dem Thema „Unser Lambertiturm im Stadtbild von Erkelenz”.

Schon im Vorfeld des Vortrags, den Heinrich Lennartz und sein Sohn Dr. Arno Lennartz präsentieren, gab der Hausherr von St. Lambertus, Pastor Werner Rombach, einen Einblick in sein Gefühlsleben bezüglich des sanierungsbedürftigen Kirchturms. „Der Turm steckt voller Überraschungen - die größte ist die, dass er trotz der massiven Schäden überhaupt noch steht. Das ist für mich das Wunder von Erkelenz”, so Rombach. Ein weiteres Wunder bietet sich jedoch auch auf finanzieller Ebene, denn 262.000 Euro sind derzeit als Spenden für den Turm eingegangen. 450.000 Euro sind das endgültige Spendenziel.

In diesem Zusammenhang konnte Pastor Rombach berichten, dass er einmal morgens im Briefkasten von einem anonymen Wohltäter zwei wertvolle Goldmünzen im Briefcouvert vorfand, die für den Kirchturm bestimmt waren. Für den Pastor eine der wundersamsten Geschichten rund um die Turmsanierung. Ganz öffentlich wurde die großzügige Spende eines früheren Erkelenzers erwähnt, der an diesem Abend selbst im Pfarrzentrum vor Ort war, um die neuesten Entwicklungen rund um den Kirchturm mitzuverfolgen. Dr. Heinz Pielsticker, der seit 54 Jahren nicht mehr in Erkelenz lebt und berufsbedingt seine neue Heimat in Köln-Porz fand, spendete 50.000 Euro für die Turmsanierung. Der Lichtbildvortrag zum Lamberti-Turm von der Jahrtausendwende bis zur aktuellen Sanierung löste einige erstaunte Blicke aus, denn es wurden Bilder gezeigt, die nicht überall zu finden sind. Besonders Interesse galt natürlich der aktuellen Entwicklung rund um die umfangreichen Baumaßnahmen. Dabei lösten besonders die Fotografien über den teilweise sehr maroden Zustand der Stahlträger im Inneren des Turmes Erstaunen aus.

Die Bombenangriffe aus dem 2. Weltkrieg haben besonders in der 2. Galerie des Turms für großflächige Schäden gesorgt, die nun mit besonderer Sorgfalt behoben werden sollen. Deshalb wird die Sanierung auch von den beiden oberen Galerien nach unten hin vorgenommen, damit die Konstruktion besser gesichert werden kann. Laut Dr. Arno Lennartz sind die Arbeiten im Zeitplan, so dass voraussichtlich zum November die Kirchturmspitze wieder ihren angestammten Platz auf dem Turm erhalten wird. Um weitere Spenden zu generieren, hat die Pfarre sich etwas Besonderes einfallen lassen: Schindeln, die aus dem Kupfer des Helms erstellt worden sind, werden in zwei verschiedenen Versionen angeboten. 25 Euro beträgt der Preis für die große und zehn Euro für die kleinere Version. Im Pfarrbüro sind diese Kupferschindeln käuflich zu erwerben.