Heinsberg: Überraschende Wendungen führen zur Justiz

Heinsberg : Überraschende Wendungen führen zur Justiz

Bisweilen ist es schon überraschend, welche Wendungen ein Lebenslauf so nehmen kann. Ein illusteres Beispiel hierfür liefert Dr. Gerd Kiesebrink, Amtsgerichtsdirektor in Heinsberg, der Ende des Monats in den Ruhestand tritt.

Seit Mai 1994 leitete er in der Kreisstadt die Geschicke bei Gericht. Zuvor agierte er noch in Düsseldorf, und bis Ende 1993 war er Vorsitzender Richter am Landgericht Neubrandenburg.

Ursprünglich sollte der gebürtige Wuppertaler in die Fußstapfen seines Vaters treten. Dieser, einNiederländer aus der Nähe von Arnheim, führte einen Veredelungsbetrieb mit rund 50 Mastschweinen und 20 Milchkühen in Wuppertal. Kiesenbrink wurde ebenso Landwirt.

Auf dem zweiten Bildungsweg machte er mit 24 Jahren sein Abitur, studierte aber zunächst nicht Jura, sondern Germanistik und Geschichte, weil er Journalist werden wollte.

Kein Geringerer als Hellmuth Karasek redete ihm dies aus. Über einen Schulfreund gelangte er schließlich an die Juristerei.