Geilenkirchen: Überprüfung einer Teilverlegung von Awacs

Geilenkirchen : Überprüfung einer Teilverlegung von Awacs

Werden Teile des in Geilenkirchen stationierten Awacs-Verbandes ab 1. November nach Konya in der Türkei und Trapani in Italien verlegt?

Wie es am Freitag hieß, soll in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen.

Im Gespräch seien sechs Flugzeuge, die mit etwa 200 Verbandsangehörigen - fliegende und technische Crew, Wartungs- und Versorgungspersonal - abkommandiert werden sollen.

Dies dementierte am Freitag der niederländische Oberst Jos van Dam, stellvertretender Kommandeur des Nato E-3A-Verbandes, energisch.

Allerdings erwarte er in den nächsten Tagen vom übergeordneten Force Command im belgischen Mons den Auftrag, verschiedene Optionen für eine Teilverlegung zu prüfen.

Es handele sich dabei lediglich um den Auftrag zur Prüfung, ein fertiger Plan liege derzeit ebenso wenig vor wie der Befehl zur Teilverlegung. „Wir müssen verantwortungsvoll fliegen. Die Sicherheit für unsere Crews und für die Bevölkerung geht vor”, erklärt van Dam.

Dabei weist der stellvertretende Awacs-Kommandeur auf schlechte Sichtverhältnisse im Herbst, der mit Nebel und niedrigen Wolken verbunden ist, und Winter hin.

Nicht zu vergessen sei in diesem Zusammenhang die Problematik der zu hoch geratenen Bäume auf dem Gebiet der niederländischen Gemeinde Onderbanken.

Allerdings müsse auch ein finanzieller Rahmen eingehalten werden. „Eine Teilverlegung ist in unserem Budget nicht vorgesehen.” Gleichzeit betont er aber: „Sicherheit geht vor Geld.”

Wie teuer eine solche Teilverlegung werden könnte - die Nato-Staaten müssten für die Kosten aufkommen - konnte van Dam am Freitag nicht sagen. Auch das müsse noch geprüft werden, ebenso die dann genutzen Flugplätze.

Den Prüfauftrag für eine Teilverlegung „mit niedrigen Zahlen” erwartet er lediglich zur Unterstützung der eigenen Übungs- und Einsatzflüge.

Einen größeren operationellen Druck für eine Teilverlegung gibt es derzeit nicht. Momentan fliegt der Verband lediglich Einsätze gemäß der UNO-Resolution über dem Kosovo.