Erkelenz: Überfall auf Taxi: Trio verurteilt

Erkelenz : Überfall auf Taxi: Trio verurteilt

Der Albtraum eines Taxifahrers: Drei junge Männer steigen ein, lassen sich zu einem Ziel kutschieren. Am Zielort angelangt steigen sie ohne zu zahlen aus, bedrohen den Fahrer mit einer Waffe und rauben ihn aus.

So geschehen am 9. November des vergangenen Jahres in Erkelenz.

Jetzt musste sich das Trio vor der Ersten Großen Strafkammer am Landgericht Mönchengladbach verantworten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Angeklagten aus Erkelenz im Alter von 23 und 24 Jahren in der November-Nacht eine Discothek in Oberbruch besucht hatten.

Ziemlich alkoholisiert wollten sie anschließend in einer anderen Heinsberger Discothek weiter feiern.

Als ihnen der Eintritt verwehrt wurde, beschlossen sie mit einem Taxi nach Hause zu fahren, obwohl ihnen bewusst war, dass sie nicht zahlen konnten.

Sie stiegen in ein Taxi ein und ließen den Fahrer auf dem Parkplatz am Wal Mart in Erkelenz anhalten. Sobald der Wagen stand ergriffen die Täter die Flucht.

Der 23-Jährige hatte zuvor das Mobiltelefon aus der Halterung am Armaturenbrett gestohlen. Nach dem Aussteigen drehte er sich zudem noch einmal um und schoss dreimal mit einer Gaspistole in Richtung des Taxifahrers, ehe er sich aus dem Staub machte.

Dem verstörten Taxifahrer blieb nur der Weg zur Polizei, die die Täter anhand des Videobandes der Überwachungskamera einer Disco in Heinsberg identifizierte.

Bei der Verhandlung gab das Trio aus Erkelenz zu, den Taxifahrer damals um den Fahrpreis von 24 Euro betrogen zu haben.

Doch mit einer Gaspistole habe niemand von ihnen auf den Geschädigten gezielt oder geschossen, erklärten sie übereinstimmend.

Dennoch überzeugte das Gericht die Version des Taxifahrers, wenngleich sich dieser nicht mehr an die Reihenfolge des Tatgeschehens erinnern konnte.

Die Richter verurteilten den 23-jährige Hauptangeklagten wegen schweren Raubs und Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten.

Die beiden Mitangeklagten wurden ebenfalls wegen Betrugs verurteilt. Während der 24-Jährige nun eine Geldstrafe von 1200 Euro zu zahlen hat, erhielt der dritte Angeklagte eine dreimonatige Freiheitsstrafe mit Bewährung.

Als Bewährungsauflage muss er eine Geldbuße in Höhe von 800 Euro berappen.