Heinsberg-Grebben: Turnhalle nicht nur für den Schulsport

Heinsberg-Grebben : Turnhalle nicht nur für den Schulsport

An der Grundschule Karl-Arnold-Straße in Grebben sind vor einiger Zeit Bagger angerückt und haben einen Teil des Gebäude-Ensembles „platt” gemacht. Niedergelegt wurde der schmale, eingeschossige Nebenbau, der an seiner Giebelseite das Bildnis einer Eule als Zeichen der Weisheit trug.

Hinter dem Bauwerk, das ursprünglich einmal den evangelischen Teil der Schule beherbergt hatte, wird in Kürze für knapp zwei Millionen Euro eine neue Turnhalle errichtet. Sie ersetzt die marode Halle an der Ilbertzstraße, die abgerissen wird. Wie die alte Halle kann das neue Gebäude nicht nur für den Schulsport, sondern auch für Vereinsaktivitäten genutzt werden. Eine mobile Bühne ist eingeplant.

Für die Klassenräume, die durch den Abriss verlorenen gegangen sind, wurde in der Aula der Schule Ersatz geschaffen. Dort sind durch Umbau vier neue Klassen entstanden. Die Grebbener Grundschule stammt aus den fünfziger Jahren und ist ein Musterbeispiel für den Architekturstil jener Jahre, der, was den Schulbau betrifft, selten so rein und schön erhalten war wie an dieser Stelle. Zu dem Ensemble gehörte neben dem stehen gebliebenen Hauptgebäude (ehemals katholische Volksschule) auch noch ein im letzten Jahr bereits abgerissener Verbindungstrakt.

„Die Schule begrüßt den Neubau der Turnhalle. Die Kinder brauchen jetzt nicht dauernd zum Schulsport hin und her zu fahren”, sagt Hubert Hellers, Leiter des Heinsberger Schul-, Sport- und Kulturamtes auf Anfrage. Auf die Aula glaubte man verzichten zu können. Der Nebenbau war von schlechter Bausubstanz und wäre laut Hellers nur mit erheblichem Kostenaufwand zu sanieren gewesen. Dennoch bleibt ein wenig Schmerz über die Zerstörung des baulichen Gesamtzusammenhangs. Die große Steintafel mit der Eule ist nach Auskunft einer Lehrerin leider auch nicht zu retten gewesen.