Hückelhoven: Trödel, Mode, Theater: Die Stadt brummt

Hückelhoven : Trödel, Mode, Theater: Die Stadt brummt

In Hückelhoven „brummte” es zum siebten Mal beim inzwischen traditionellen City-Fest. In diesem Jahr ist man ja bescheiden geworden, was die Ansprüche an das Wetter angeht.

Deshalb war man in der Stadt an der Rur, die den Förderturm vorzeigt als Wahrzeichen und als Erinnerung an die Zeiten, in denen man von der Kohle lebte, froh, dass es wenigstens am Samstag so richtig sommerlich warm, fast schon mediterran heiß war.

Das weckte die Lebensgeister der Besucher wie der Akteure an dem Spektakel gleichermaßen. Dass der Sonntag dann mit manchem Schauer vermengt wurde, das beklagten vor allem die Geschäftsleute, die ihre Geschäfte an diesem Tag geöffnet und zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatten.

Freude bei den Verantwortlichen

Wie auch immer: Dass Hückelhoven „brummt”, das war nicht zu überhören. Und sehen konnte man es auch...

Beim Hückelhovener City-Fest am letzten Wochenende vor dem Ende der Sommerferien also war die ehemalige Zechenstadt wieder Anziehungspunkt für viele Besucher aus nah und fern.

Die Verantwortlichen der Stadtmarketing Hückelhoven GmbH mit Geschäftsführer Holger Loogen an der Spitze freuten sich auch in diesem Jahr wieder über den Erfolg des groß angelegten Festes, das am Samstagmittag von Bürgermeister Bernd Jansen eröffnet wurde.

Ein Nonstop-Programm

Das Angebot war wieder groß und hielt für jeden Besucher eine Vielzahl von Attraktionen bereit. Die Parkhofstraße hatte sich in eine Flaniermeile verwandelt; hier waren Freunde des Trödels auf der Jagd nach Schnäppchen. Auf den verschiedenen Bühnen wurde ein Nonstop-Programm geboten, auch wieder für jeden in der individuellen Geschmacksrichtung: Modebewusste kamen ebenso auf ihre Kosten wie Musikfreunde oder die kleinen Besucher, die lebendig gewordene Fantasietiere bewundern konnten.

Da fühlte sich natürlich auch Stadtmaskottchen Rudi Biber besonders wohl, wenngleich die sommerlichen Temperaturen am Samstag ihn ebenso ins Schwitzen brachten wie Fohlen Jünter von der Borussia aus Mönchengladbach.

Eine gelungene Überraschung für Theaterfreunde hielt auch in diesem Jahr die Baaler Bürgerbühne wieder bereit. Die Laienschauspieler zeigten bei ihren Kurzauftritten, dass Improvisieren ein Handwerk ist, das sie aus dem Effeff beherrschen.

Umfangreiches Repertoire

Einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen Repertoire lieferte der Circus Peperoni, eine inzwischen über die Grenzen Hückelhovens bekannte Arbeitsgemeinschaft des Hückelhovener Gymnasiums.

Die Taewondo-Truppe Han Kook verbreitete weltmeisterliches Flair und die zehnköpfige Wadaiko-Gruppe Rosenstrauch bot eine gelungene Mischung aus Rhythmus und Bewegung.

Natürlich hatten die Verantwortlichen auch der Tradition einen breiten Raum zur Verfügung gestellt, darauf legt man in Hückelhoven seit der Schließung der Zeche besonderen Wert: Nur wer sich seiner Wurzeln bewusst ist, kann die Richtung des Weges vorgeben, der in die Zukunft führt. Und den haben die Hückelhovener längst eingeschlagen.

Immer emsig-aktiv

Die immer emsig-aktiven Mitglieder des Fördervereins Schacht 3 lockten die Kinder zur Goldwäsche und die Korbmacher demonstrierten ihr altes Handwerk.Trampolins, Kanuanbieter, Kinderquads, eine Tauchschule und vieles mehr rundete das Hückelhoven-Event ab.

Alles kann einfach nicht erwähnt werden außer der Feststellung: Hückelhoven brummte auch in diesem Jahr wieder beim Cityfest.