Heinsberg: Trendwende bei der DAK zeichnet sich ab

Heinsberg : Trendwende bei der DAK zeichnet sich ab

Für die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Heinsberg hat sich seit Jahresbeginn eine deutliche Trendwende abgezeichnet.

Derzeit registriert Geschäftsstellen-Chef Hermann-Josef Winkens 3798 Mitglieder. In der ersten Hälfte des letzten Jahres verzeichnete die DAK einen Mitgliederschwund von 190. In diesem Jahr schlugen innerhalb des Vergleichszeitraumes jedoch nur 28 Abgänge zu Buche.

Ausschlag gebend für die Verringerung der Mitgliederzahl seien in erster Linie die Betriebskrankenkassen gewesen, so Winkens. Diese seien mit Dumpingpreisen auf den Markt gedrängt, was zunächst zu einer Kundenabwanderung geführt habe.

Letztlich hätten die Angebote jedoch wohl einem Vergleich nicht Stand halten können. „Diese Entwicklung zeigt das große Vertrauen in unsere Kasse. Die Senkung des Beitragssatzes um 0,5 Prozentpunkte sowie die Schaffung von Bonusmodellen und Zusatzschutz-Angeboten hat die Attraktivität der DAK erhöht.”

Die DAK habe Anfang 2004 als eine der ersten Kassen den Beitrag deutlich um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Dies sei durch die Gesundheitsreform und eine solide Haushaltsplanung möglich geworden.

Im Gegensatz zu anderen Kassen habe die DAK ihren Haushalt nicht über Kredite finanziert. Die Entwicklung der letzten Monate zeige, dass viele andere Kassen ihren Beitragssatz sogar hätten erhöhen müssen, um ihre Schulden abzutragen.

Überschuss verbucht

„Bundesweit hat die DAK im ersten Quartal 2004 einen Überschuss von 133 Millionen Euro erwirtschaftet”, so Winkens weiter. Die seit Jahresbeginn gestartete Gesundheitsreform habe im ersten Quartal zu Einsparungen geführt.

Insbesondere für Arzneimittel (minus 10 Prozent), und Hilfsmittel (minus 20 Prozent) musste die Kasse weniger Geld ausgeben. Auch für ärztliche Honorare und Fahrkosten seien die Ausgaben gesunken.

Bei den Arzneimitteln müsse berücksichtigt werden, dass viele Patienten sich noch im letzten Jahr vor der Erhöhung der Zuzahlungen mit Medikamenten eingedeckt hätten. Deshalb brauchten sie im ersten Quartal weniger Pillen.

Es erscheine nach neueren Analysen fraglich, ob der Trend zu sinkenden Ausgaben bei Medikamenten sich im zweiten Quartal fortsetzen werde.

„Wir werden im Sommer prüfen, ob die Effekte der Gesundheitsreform Spielraum für weitere Beitragssenkungen lassen”, so Winkens. Derzeit könne niemand genau vorhersagen, wie sich die Gesundheitsreform mittelfristig auswirke. „Fest steht, dass wir jede Einsparung sofort an unsere Versicherten weitergeben werden.”