Erkelenz: Trauerkabarett und Filmnacht werben für Hospiz

Erkelenz : Trauerkabarett und Filmnacht werben für Hospiz

Recht rege sind die Ambulante Hospizgruppe und das Stationäre Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung, wenn es darum geht, den Hospizgedanken zu fördern und bei der Bevölkerung das Bewusstsein zu schärfen, dass das Sterben Teil des Lebens ist.

Dazu dienen zahlreiche Aktivitäten, die die Hospize in Zusammenhang mit der Hospizgruppe Camino aus Geilenkirchen und der Kinderhospizgruppe Sonnenblume in einem Jahresprogramm zusammengestellt haben.

Bei einem Pressegespräch stellten Pflegedienstleiterin Ursula Hönigs sowie die Abteilungsleiterinnen Ulrike Clahsen und Ilona Baars den Veranstaltungsreigen vor.

Einen kulturellen Anstrich sollte das Programm schon haben, meinte Ursula Hönigs, wobei die „Literaturschiene” schnell ausschied. Nicht zuletzt inspiriert durch die Filmspezialistin Ulrike Clahsen entstand die Idee, eine Filmnacht zu organisieren. Mithin gibt es von Freitag, 14. März, die erste lange Filmnacht. Sie steht unter dem Thema „Sterben, Tod und Trauer”.

Im Hermann-Josef-Altenheim gibt es von 21.30 bis 7 Uhr in zwei parallelen Reihen Dokumentar- bzw. Spielfilme. „Zwischendurch können die Besucher sich an einer Mitternachtssuppe stärken”, wirbt Ursula Hönigs. „Abschließend wird es ein kräftiges Frühstück geben, bei dem das erste Resümee gezogen wird.”

Nicht ohne Grund verlässt die Stiftung das Hospiz an der Goswinstraße und wechselt zum Altenheim, wo bis zu 70 Filmfreunde Platz in den „Kinosälen” finden. „Außerdem können wir die Küche benutzten”, nennt Ilona Baars einen weiteren Vorteil.

Dieser ersten Filmnacht sollen weitere folgen. „Wir hoffen auf einen Erfolg”, gibt sich Ursula Hönigs zuversichtlich. „Wir lassen uns überraschen. Auch für uns ist es absolut spannend, welche Resonanz wir haben werden.” Das Thema einer möglichen Fortsetzung soll „Menschen, die etwas anders sind” lauten.

Bereits am Dienstag, 1. April, gibt es die nächste Veranstaltung. Pfarrerin Dr. Martina Plieth spricht zum Thema „Organspende - (k)eine Christenpflicht?” Beginn ist im 19.30 Uhr im Speisesaal des Altenheims. Die Pfarrerin bringt bei ihrem Vortrag ethische, religiöse und medizinische Aspekte zur Sprache.

„Interessanterweise ist ja jede Bluttransfusion auch eine Organspende”, betonte Ilona Baars. Insofern sei es doch erstaunlich, dass viele Menschen Blutspenden, zu einer Organspende aber nicht bereit seien.

Dr. Martina Plieth war bereits zweimal in Erkelenz und hielt unter anderem den viel beachteten Vortrag „Tote essen auch Nutella” zum Sterben und Tod bei Kindern.

Beim Forum „Ganzheitliche Aspekte von Hunger und Durst am Lebensende” spricht Dr. Bernd Bauer aus Münster am Mittwoch, 2. Juli. Nach dem Vortrag, der um 15 Uhr im Martin-Luther-Gemeindehaus beginnt, sind mehrere Arbeitskreise und Diskussionsrunden vorgesehen.

Bereits zum zweiten Mal zu Gast in Erkelenz ist der Kabarettist Stefan Franke. Er liefert am Freitag, 21. November, um 19.30 Uhr ein Trauerkabarett in den Räumen der Krankenpflegeschule des Hermann-Josef-Krankenhauses.

Der Titel des neuen Programms, das vor kurzem in Düsseldorf Premiere feierte, ist „Schöner Sterben”.