Düren: Traditionelle Maikundgebung mit neuem Konzept

Düren : Traditionelle Maikundgebung mit neuem Konzept

Die Gewerkschaften trommeln: „Arbeit für Alle bei fairem Lohn” lautet ihr Motto. Am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit”, wird der traditionelle Demonstrationszug von der Kuhgasse aus daher mit Begleitung der Trommelgruppe „Manos Rapidos” zum Willy-Brandt-Park ziehen.

Die dann folgende Kundgebung ist ein Novum. Statt der üblichen Kundgebungsreden steht eine Gesprächsrunde auf dem Programm. So werden der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, Jens Sannig, und der IG-Metall-Bevollmächtigte Paul Zimmermann mit Peter Nießen diskutieren.

Dem Betriebsratsvorsitzenden des im Insolvenzverfahren stehenden Dürener Automobilzulieferers Tedrive sind die Folgen von Arbeitsplatzabbau und Existenzsorge jeden Tag präsent. „Die Kleinen bezahlen wieder mit dem Arbeitsplatz”, kommentiert der DGB-Regionalvorsitzende Heinz Kaulen die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise, „die wir einer überschaubaren Zahl von Raffern und Zockern zu verdanken haben”.

Dem Kapital Fesseln anlegen

Kaulen erwartet von der Politik, „dass sie dem Kapital einige Fesseln anlegt”. Der Staat müsse seine Rahmenkompetenz ausüben, so der Gewerkschafter, der „ein gewisses Umdenken” bereits festgestellt hat. Es könne und dürfe nicht sein, dass die Antwort auf die Wirtschaftskrise Lohndumping sei. „Deshalb heben wir auch das Thema Mindestlohn wieder auf den Tisch”, betonen Kaulen und sein Kollege Karl Panitz, der die Mai-Kundgebung organisiert.

Der Demonstrationszug startet um 10 Uhr an der Kuhgasse. Etwa gegen 11 Uhr beginnt die Kundgebung im Willy-Brandt-Park. Für die Kinder haben die Gewerkschaftler sich diesmal einiges einfallen lassen. Der „Schnelle Emil” kommt und eine Hüpfburg wird aufgebaut. Damit die Mai-Kundgebung zum Familienfest wird, spielt im Anschluss die Oldie-Band „Four Kings”.