Mönchengladbach / Titz: Tour der France: Vom Sprint zur Verpflegungsstation in Titz

Mönchengladbach / Titz : Tour der France: Vom Sprint zur Verpflegungsstation in Titz

Auf der zweiten Etappe der Tour der France am Sonntag, 2. Juli, werden die Radrennprofis nach 80 Kilometern Mönchengladbach erreichen, wo bei der ersten Sprintwertung der Frankreich-Rundfahrt in diesem Jahr bei Kilometer 82,5 auf der Bismarckstraße in Höhe von Hausnummer 75 der Kampf um Punkte für das Grüne Trikot für Spannung sorgen wird.

Die Tour schlängelt sich weiter durch Rheydt, ­Wickrath, ­Wickrathberg und Wanlo, ehe sie das Mönchengladbacher Stadtgebiet wieder verlässt und die Grenze zum Kreis Heinsberg beziehungsweise zur Stadt Erkelenz passiert.

„Wir freuen uns auf alle Besucherinnen und Besucher und sagen herzlich willkommen in Mönchengladbach. Wir sind gerne Gastgeber dieses großartigen Events. Entlang der Strecke und in der gesamten Stadt gibt es viel zu entdecken“, erklärt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Wir freuen uns besonders auf das sportliche Highlight mit dem ­ersten Sprint auf der Bismarckstraße. Unsere Tourfieber-Kampagne kommt in der Bevölkerung sehr gut an. Alle sind gespannt auf das Mega-Event“, so Reiners weiter.

Die Stadt richtet drei Hot Spots ein, die nicht nur gute Sicht auf die Radrennprofis ermöglichen, sondern auch ein entsprechendes Rahmenprogramm bieten sollen. Der erste Hot Spot ist an der Kaiser-Friedrich-Halle, in unmittelbarer Nähe zur Sprintwertung auf der Bismarckstraße, zu finden.

In Verbindung mit dem Niederrheinischen Radwandertag dreht sich dort alles rund um das Fahrrad — samt Musikprogramm in der Konzertmuschel. Auf Großbildleinwand wird die komplette Etappe zu sehen sein. Auf dem „Tellmannplatz“ in Rheydt wird ebenfalls eine Großbildleinwand aufgebaut.

Dieser vom City Management Rheydt geplante Hot Spot soll französisches Flair vermitteln; im Angebot sind allerlei französische Spezialitäten. Der Wickrather Marktplatz ist der dritte Anlaufpunkt für alle, die mehr erleben wollen. Vor allem an Familien wird dort gedacht. So sind mehrere spektakuläre, großräumige Hüpfburgen angekündigt. Eine Videoleinwand gibt es auch dort.

Die „Tankstelle“ auf der zweiten Tour-Etappe befindet sich in der Gemeinde Titz im Kreis Düren. Auf der langen Geraden der L 241 zwischen dem Titzer Hauptort (Kilometer 108,5) und Jülich-Mersch (Kilometer 115,5) können die Radrennfahrer bei Kilometer 113,5 im Vorbeifahren Verpflegung aufnehmen. Das geschieht traditionell in Beuteln, die sich die Sportler für ein paar Meter umhängen, ehe sie herauspicken, was benötigt wird.

„Das ist besonders interessant für Fans, die sich ein Andenken mitnehmen wollen“, freut sich der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen. Denn das, was aussortiert wird, wird unmittelbar ­danach mit den Beuteln einfach weggeworfen. Keine Sorge: Umweltverschmutzung ist das nicht, denn Fans sammeln die Wegwerfware gerne auf — als ganz besondere Souvenirs.

Auch die Herzogstadt Jülich, die nach 119,5 Kilometer im Streckenplan steht, fiebert dem Tour-Spektakel entgegen. Axel Fuchs: „Als Bürgermeister der historischen Festungsstadt Jülich mit dem napoleonischen Brückenkopf als einem wichtigen französischen Baudenkmal freue ich mich sehr auf die Tour de France. Bereits am Stadteingang begrüßen drei Wassersäulen in den Farben Frankreichs die einfahrenden Radsportprofis. Die moderne Forschungsstadt grüßt die Tour de France unter anderem mit dem Solarthermischen Kraftwerk des DLR, ­dessen Mitarbeiter am Sonntag arbeiten, damit über Jülich die zweite Sonne strahlt.“

Die Fachhochschule will mit einem Heißluftballon im Stadtgarten des ­Brückenkopf-Parks grüßen. Auf zwei Eventflächen rund um das Rathaus und auf dem Markt gibt es in ­Jülich Infos, Spiele, Fahrradparcours, Musik, Gastronomie und Liveübertragung der Tour.

Auch die Gemeinde Aldenhoven hat ihre Besonderheit an diesem Tag. Aus Sicht des Kernortes jenseits der gesperrten L 136 in der Nähe der Kieswerke wollen die Tour-Veranstalter einen Hubschrauber-Landeplatz einrichten. Prominente Gäste werden bei jeder Etappe zu ausgewählten Punkten geflogen, um sich das Rennen anschauen zu können. Ein Landepunkt ist Aldenhoven.