Heinsberg: Tote ist Opfer eines Gewaltverbrechens

Heinsberg : Tote ist Opfer eines Gewaltverbrechens

Die am Montag in der Feldgemarkung zwischen Randerath und Uetterath tot aufgefundene Frau ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Dies teilte der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller am Nachmittag mit. Ein Landwirt hatte die fast unbekleidete Leiche gegen 17.30 Uhr an dem unbefestigten, zur Verbindungsstraße nach Geilenkirchen-Hoven führenden Feldweg neben einem Maisfeld liegend vorgefunden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei muss die zwischen 20 und 40 Jahre alte Frau schon mehrere Tage tot sein. Aus ermittlungstaktischen Gründen teilte Deller die Todesursache noch nicht mit. Auch wurde nicht bestätigt, dass die bisher nicht identifizierte, 174 Zentimeter große Frau fast unbekleidet aufgefunden worden sei und deshalb ein Sexualverbrechen in Frage kommen könnte.

Rätsel gibt eine Plane auf, die neben der Toten gelegen haben soll. So deutet einiges darauf hin, dass die Frau an einem anderen Ort getötet, in die Plane eingewickelt und dann zum Fundort gebracht wurde. Kurz nach dem Auffinden der Leiche sicherten Beamte der Heinsberger Kriminalpolizei den Fundort weiträumig ab. Ein Polizeihubschrauber machte Aufnahmen aus der Luft von Leiche und Umgebung. Zwei Stunden später trafen die Beamten der Spurensicherung der Mordkommission Aachen ein sowie im Laufe der nachfolgenden Zeit weitere Ermittlungsbeamte des Erkennungsdienstes, Staatsanwältin und Gerichtsmediziner.

Aus einiger Entfernung bot sich eine gespenstische Szenerie. Im Scheinwerferlicht der von der Feuerwehr Uetterath ausgeleuchteten Einsatzstelle setzten die Ermittler am Montag auch nach Einbruch der Dunkelheit ihre Spurensuche fort. Um 22.50 Uhr erreichte ein Leichenwagen den Ort des Geschehens. Mit der Toten verließ er um 23.21 Uhr den Feldweg und brachte den Leichnam zur Gerichtsmedizin nach Köln.

„Die Obduktion hat heute ergeben, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist”, erklärt Oberstaatsanwalt Robert Deller. Die Frau konnte bisher nicht identifiziert werden, sie wird wie folgt beschrieben: helle Hautfarbe, auffallend schmaler Kopf, schwarze, circa 25 Zentimeter lange, leicht gelockte Haare, die nach hinten zu einem Zopf geflochten sind. Die 20 bis 40 Jahre alte Frau trug im rechten Ohr einen Ohrring sowie am linken Fuß ein Kettchen.

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten die Bevölkerung dringend um Mithilfe bei dem Bemühen um Aufklärung der Tat und fragen: Wer hat während der vergangenen Tage verdächtige Beobachtungen im Bereich zwischen den Heinsberger Ortsteilen Randerath und Uetterath gemacht? Wer kann Angaben zu einer Frau, auf die die oben angegebene Beschreibung passt und die seit mehreren Tagen vermisst wird, machen?