Heinsberg: Tore und Töne halten die vielen Gäste bei Laune

Heinsberg : Tore und Töne halten die vielen Gäste bei Laune

Rund 1800 Gäste sorgten auf dem Heinsberger Markplatz beim Konzert der Höhner im Rahmen der EM-Eröffnungsparty vom ersten Takt an für tolle Stimmung.

Mittendrin zu entdecken war ein bestens gelaunter Landrat Stephan Pusch, während Bürgermeister Josef Offergeld doch lieber von weiter hinten den Überblick über Bühne und Bildleinwand behielt.

Auf der Großbildleinwand wurde bereits vor dem Konzert das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft Schweiz gegen Tschechien im Rahmen des während der gesamten EM auf dem Markplatz stattfindenden Public Viewing übertragen, so dass die Fußballfans das Siegtor des Tschechischen Teams live miterleben konnten.

Die echten Fußballfans outeten sich bereits an diesem Abend mit den deutschen Nationalfarben. Schwarz-Rot-Gold als Hüte, Schals und Fahnen und sorgten für Farbtupfer beim Blick von der Bühne ins Publikum.

Nicht „Irgendwann”, wie der erste Titel der Höhner, sondern zum Auftakt der Fußball-EM sorgten die Höhner in Heinsberg für Stimmung. Rund um den Platz waren die Terrassenplätze in den Restaurants außerordentlich gefragt, denn wenn schon nicht sehen, so wollte man sie wohl wenigstens hören, die Kultband aus der Rheinmetropole Köln.

Während noch einige hundert „Zaungäste” an diesem Abend versuchten, ein Guckloch oder eine nicht verhängte Stelle zu finden, um einen Blick auf die Bühne oder die Großbildleinwand zu erhaschen, auf der das Konzert ebenfalls übertragen wurde, hatten die Anwohner rund um den Markt wieder Logenplätze.

„Schön, dat ihr da seid”, begrüßte Frontmann Henning Krautmacher die musikalischen Fußballfans und fußballbegeisterten Musikfreunde nicht nur musikalisch. Er wollte Heinsberg gleich zu einem Kölner Stadtviertel erheben, so angetan war er ganz offensichtlich von dem stürmischen und umjubelten Empfang in der Kreisstadt. „Heinsberg wird für mich zum 86. Veedel von Kölle.”

„How do you do”, die bekannten „Fründe” oder „Here weg go” waren weitere bekannte Titel, die von den Höhnen, dazu gehörten neben „Krauti” auch Hannes Schöner als Bassist, Janus Fröhlich, eines der Ur-Höhner am Schlagzeug aber auch als Entertainer mit Gamsbarthut, wenn es zur Show passt, Peter Werner, ein weiteres Ur-Huhn und Senior der Band, das einst Klavier und Trompete lernte und meist im Hintergrund agiert, sowie die Gitarristen John Parsons und Jens Streifling.

„Das ist richtig Klasse”, gab der im Vorbeigehen gehörte Kommentar aus dem Publikum an diesem Abend die auf dem Markplatz vorherrschende Meinung wieder.

Ein Stück weit zu Hause

Zwar hielt Henning Krautmacher dem Publikum immer noch seinen „Kölsche Pass” zum gleich lautenden Titel entgegen, doch inzwischen sind die Höhner mit ihren wiederholten Auftritten in Heinsberg wohl auch hier schon ein Stück weit zu Hause.

Die „63 Engel”, et „Minche” sowie der „Jode Lade, der zweifellos auf den Heinsberger Marktplatz an diesem Abend zutraf, ließ die Stimmung mit jedem weiteren Song ein stückweit ansteigen. Nach 23 Titeln, dazu gehörte noch „Fehler”. oder „Nemm mich wie ich bin”, „Alles was ich will” und „Räuber” sowie die „Dicken Mädchen”. war mit „Hey Kölle” dann das eigentliche Konzertziel erreicht.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Doch die Zugaben waren natürlich längst eingeplant und die Höhner ließen sich nicht lange bitten.

Was hätte da besser gepasst als die Erinnerung an den mitreißenden WM-Song „Wenn nicht jetzt, wann dann”? Bevor die Höhner auf der Bühne Platz machten, forderten sie ihr Publikum auf „Länger” zu bleiben und stimmten vor ihrem „Wiedersehen” den „Viva-Choral” an.

Der trockene milde Sommerabend, nach dem es am Samstag morgen bei Dauerregen noch gar nicht aussah, sorgte dafür, das auch die nachfolgende Band „Montevideo” mit dem ehemaligen Höhner-Mitglied Ralle Rudnick noch eine stattliche Zuschauerkulisse antraf und es bei fetziger Musik weiterging. Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert.

Die Fortsetzung des Musikevents auf dem Markplatz gab es am gestrigen Sonntagabend mit dem Livekonzert von „SahneMixx” sowie dem EM-Übertragung von der Begegnung Deutschland-Polen beim Public Viewing.