Kreis Düren: Tollitätenrekord beim närrischen Empfang des Kreises Düren

Kreis Düren : Tollitätenrekord beim närrischen Empfang des Kreises Düren

Mit den fünf „Rurwürmer“-Mädels und „Minsche wie mir…“ war dann endgültig Schluss. Nach fünfstündigem Bühnenprogramm nonstop setzte der traditionelle närrische Empfang des Kreises Düren am Mittwochabend im Berufskolleg Kaufmännische Schulen den Schlusspunkt hinter den Sitzungskarneval dieser Session. Punkt? Nein, ein Ausrufezeichen!

Die Nachwuchstollitäten von 15 Vereinen feierten in dieser Session erstmals gemeinsam mit den großen Narrenherrschern von 60 Gesellschaften — ein neuer Besucherrekord.

Bühne zu klein

Als sich die Prinzen, -paare und Dreigestirne zum traditionellen Gruppenfoto aufstellten, war die Bühne wieder viel zu klein. Egal, Dutzende Narren veranstalteten ein Blitzlichtgewitter, die farbenfrohen Regenten strahlten um die Wette. „E Huuch op de Famelech em Kreis Düre, ons Pänz de närrische Empfang anvühre!“: Unter diesem Motto hatte Landrat Wolfgang Spelthahn zur 43. Auflage des jecken Festes eingeladen. Der Luftballonschmuck griff das Familienmotto auf. Auf der Bühne waren kunstvoll modellierte Vater-, Mutter- und Kind-Skulpturen präsent. Die bekamen, begleitet von Heinz-Josef Oepen an den Tasten, nach und nach Besuch von allen Tollitäten.

Schlag auf Schlag

Aufmarsch, Vorstellung, Begrüßung, Ordenstausch, Abmarsch. Schlag auf Schlag ging der närrische Marathon über die Bühne. Moderator Wino Ulhas fand — wie auch Dieter Pelzer — stets die richtigen Worte.

Landrat Wolfgang Spelthahn musste dreimal ablegen, um unter der Ordensfülle nicht in die Knie zu gehen. Das Dürener Prinzenpaar Marc und Claudia Herpertz erhielt von ihm übrigens einen Orden aus eigener Produktion. Im Bühnenprogramm brillierten die Narren in Kinderschuhen. Das Tanzpaar Maya Graßmann und Luis Tollhausen („Wendene Seempött“) erntete ebenso begeisterten Beifall wie die singenden „Rur- klötzchen“ alias Max Rogge und Kevin Kruth von den Birkesdorfer „Grieläächern“.

Ein toller Hingucker war die Schautanzjugend der KG „Frohsinn“ Oberzier. An Artistik kaum zu überbieten: das Juniorentanzpaar Sarah Danowski und Nico Bonn („Wendene Seempött“), seines Zeichens Deutscher Meister. Der Regionalverband Düren (RVD) mit Heribert Kaptain an der Spitze, kann fürwahr stolz auf seinen Nachwuchs sein.

Möglich machen das Ehren-amtler, die nicht im Rampenlicht stehen. Vier besonders Verdienstvolle wurden von Landrat Wolfgang Spelthahn und dem RVD auf der Bühne geehrt: Helga Eßer („Löstige Dötzje“ Thum), Anke Komp („Fidelio“ Niederzier), Elke Tresemer-Steiger („Südinsulaner“ Düren) und Birgit Ulhas („Löstige Ost-Dürener“). Alle vier starteten als junge Tänzerinnen und geben ihre Freude seit Jahrzehnten an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiter.

Im Laufe des Abend füllten die versammelten Narren ein Sparschwein. 972,08 Euro kamen zusammen, über die sich jetzt der Trägerverein der Rölsdorfer Kita am Sonnenweg freut. Insgesamt 65 Kinder besuchen sie. Neben einer U3- gibt es dort eine integrative und vier heilpädagogische Gruppen.

Azubis als Servicekräfte

„Minsche wie mir“ sind auch die Azubis der Kreisverwaltung. Rund zwei Dutzend von ihnen waren freiwillig als Servicekräfte im Einsatz und sorgten für Getränke- und Brötchennachschub. Zum gelungenen Abend trugen zudem „Raderdoll“ mit mitreißenden kölsche Tön bei, während die „Fidelen Brüder“ aus Koslar ihre Schwestern als „Magic Diamonds“ mit einem tollen Schautanz auf die Bühne schickten.