Heinsberg-Kirchhoven: Tod auf der Stapperstraße

Heinsberg-Kirchhoven : Tod auf der Stapperstraße

Tödlich verletzt wurde am Freitagmittag gegen 12.20 Uhr eine 77-jährige Fahrradfahrerin aus Heinsberg bei einem Verkehrsunfall auf der Stapperstraße, im Feldbereich zwischen Kirchhoven und Karken.

Wie die Polizei berichtet, befuhr die Frau auf ihrem Rad die Straße Werlofeld in Richtung Stapperstraße. Als sie diese überqueren wollte, wurde sie vom Pkw einer 41-jährigen Wassenbergerin erfasst, die auf der Stapperstraße von Kirchhoven in Richtung Karken unterwegs war.

Die Fahrradfahrern erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Autofahrerin trug einen Schock davon und musste im Heinsberger Krankenhaus ärztlich betreut werden.

Eine Ortsbesichtigung bietet ein erschütterndes Bild: Knapp hinter der Einmündung Werlofeld liegen das Fahrrad und die Brille der 77-Jährigen auf der Fahrbahn. Einige Meter weiter Richtung Karken steht seitlich in einem Weizenfeld ein kleiner schwarzer Fiat mit zerschlagener Windschutzscheibe. Die Fahrradfahrerin wurde gegen die Frontscheibe geschleudert und dann auf der Motorhaube des Pkw noch einige Meter weiter transportiert.

Die Fahrerin, so berichten Anwohner, sei nach dem Zusammenstoß aus dem Pkw getaumelt, ein Stück gegangen und dann schreiend zusammengebrochen. Sie wurde in der Garage eines benachbarten Hauses betreut und versorgt, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die Straße Werlofeld ist zur Stapperstraße hin mit Stop-Schildern versehen. Offensichtlich hat die Fahrradfahrerin beim Überqueren hier nicht die nötige Vorsicht walten lassen. Dennoch bleiben einige Fragen offen. Tatsache ist, dass auf der Stapperstraße nicht zum ersten Mal ein schwerer Unfall geschieht.

Anwohner in Werlofeld stehen beisammen, diskutieren und berichten von einem Kind, das vor einigen Jahrzehnten ums Leben kam, nennen weitere schwere Unfälle in jüngster Zeit, die gottseidank nicht tödlich ausgingen. „Wie kann es sein, dass auf der Stapperstraße Tempo 70 gilt?”, fragt ein Mann aufgebracht. Die Straße ist schmal, die Getreidefelder rücken dicht heran und machen die Einmündungen unübersichtlich (besonders bei Maisfeldern).

Die unbebaute Strecke lädt zum Schnellfahren ein. Radfahrer und Fußgänger leben hier gefährlich, wie überhaupt im gesamten Bereich der engen Straßen und Wirtschaftswege zwischen Kirchhoven/Haaren und Karken: die Stapperstraße als Todestrecke?