Kreis Düren: Tiermastanlagen: Gegner fordern ein Symposium

Kreis Düren : Tiermastanlagen: Gegner fordern ein Symposium

Landrat Wolfgang Spelthahn wolle möglichst zeitnah ein Symposium zur Massentierhaltung im Kreis Düren organisieren.

Das berichtet Bernd Weikopf aus Vettweiß, nachdem er am Montagabend mit Vertretern von insgesamt elf Organisationen eine entsprechende Resolution im Kreishaus übergeben hatte, verbunden mit über 600 Unterschriften gegen Mastanlagen.

Mit Blick auf die Vielzahl der Bauanträge in den vergangenen beiden Jahren im Kreis Düren sehen die Gegner absoluten Handlungsbedarf. Sie regen an, im Symposium und in nachfolgenden Veranstaltungen eine Leitlinie zur Zukunft der Massentierhaltung im Kreis Düren zu entwickeln mit dem Ziel, die weitere Entwicklung zu stoppen.

Weikopf und seine Mitstreiter verweisen auf eine ähnliche Initiative aus dem Kreis Coesfeld. „Der dortige Landrat hatte mehr als 70 Fachleute eingeladen und eine sehr engagierte, konstruktive Diskussion geführt”, berichtet der Vettweißer.

Zu den Unterzeichnern der Resolution zählen neben den Kreisgruppen des BUND und des NABU, der Tierschutzverein für den Kreis Düren, der Mitwelt-Ausschuss der Evangelischen Gemeinde zu Düren, die F.-Victor-Rolff-Stiftung, das Komitee gegen den Vogelmord sowie die Bürgerinitiativen in Vettweiß, Thum und Glimbach. „Wir fordern dazu auf, eine einheitliche und gemeinsame Lösung zu finden, die die Belange der Bevölkerung, des Umwelt-, Arten- und Tierschutzes im Kreis Düren berücksichtigt”, erklärt Bernd Weikopf, „damit der Kreis Düren seinen attraktiven und lebenswerten Charakter behält.

Den sehen wir zurzeit jedoch durch eine Häufung von immissionsträchtigen Betrieben im Kreis, in den Gemeinden und in der direkten Umgebung gefährdet.” Er verweist insbesondere auf die Sorgen der Bürger angesichts der geplanten Mastanlagen in Vettweiß, Thum, Glimbach und Nörvenich.