Thomas-Morus-Preis für Henry Maske

Thomas-Morus-Preis für Henry Maske

Merbeck (an-o) - Seit 1994 vergibt der Thomas-Morus-Förderkreis jährlich einen Ehrenpreis an Personen, die sich Kinder- und Jugendarbeit zum Ziel gesetzt und besonders verdient gemacht haben. Dieses Mal wurden der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske und die Jugendbetreuer des SV Merbeck ausgezeichnet.

In der Laudatio für die ehemaligen und die aktiven Jugendbetreuer der Jugendabteilung des Fußballclubs Klaus Speen, Karl-Heinz Timmermans Thomas Viethen und Thomas Trescher stellte Friedel Cavelis vom BC Hückelhoven 1931 den hohen Wert der Gesellschaftsaufgaben heraus und zollte den Geehrten Respekt und Dank für das Engagement.

Die Laudatio für Henry Maske, der in Begleitung seiner Ehefrau nach Merbeck gekommen war, hielt Bürgermeisterin Hedwig Klein. Sie erinnerte an die zahlreichen Siege und Ehrungen des Sportlers und lobte sein Engagement für mehr Gerechtigkeit, Fairness, Toleranz und gegenseitigem Verständnis sowie den von ihm 1999 gegründeten "Henry Maske Fonds", für benachteiligte und gefährdete Jugendliche.

Der Geehrte dankte und freute sich, etwas dazu beigetragen zu haben, dass der Boxsport wieder einen Stellenwert jenseits von Gewalt und Schlägerei erhalten habe. Den Preis bezeichnete er nicht nur als Ehre sondern auch als Last im Sinne von Thomas Morus, die er aber gern trage.

Dann erhielten die neuen Preisträger eine Replik der Rötelzeichnung von Hans Holbein, Thomas Morus darstellt sowie einen Scheck über 1000 Euro für die künftige Arbeit. Der englische Staatsmann und Humanist, der 1535 enthauptet und 1935 heilig gesprochen wurde, ist der Schutzpatron der katholischen Jugend Deutschlands. Bisherige Preisträger waren unter anderen Wegbergs Ehrenbürgermeister Fritz Jakobs, der Komponist und Sänger Rolf Zukowski, Pfarrer Klaus Buyel, der Schauspieler Pierre Brice und der Fußballer Stefan Effenberg.

Vollbesetzte Kirche

Musikalisch umrahmt wurde die Benefizgala in der vollbesetzten Maternus-Kirche, die von Rudi Heinrichs, Vorsitzender des Förderkreises eröffnet worden war, durch die in Merbeck wohnende und aus Kanada stammende Sopranistin Judith Lindenbaum und die Sopranistin Christel Brindöpke aus Wesel. Sie wurden am Klavier begleitet vom Leiter des Musikzentrums für Kinder im britischen Hauptquartier Rheindalen, Frank Gillett. Beim Finale mit dem Titel "Time to say goodbye" stimmten auch Trompeter von der Orgelempore aus ein.