Kreis Heinsberg: Tausende genießen sonniges Radvergnügen

Kreis Heinsberg : Tausende genießen sonniges Radvergnügen

Von Wegberg im Norden bis Übach-Palenberg im Süden, von Selfkant im Westen bis Erkelenz im Osten: Alle zehn Städte und Gemeinden des Kreises Heinsberg waren am Sonntag bei der 17. Auflage des Niederrheinischen Radwandertages wieder mit von der Partie.

Abermals genossen Tausende bei Sonnenschein das populäre Radvergnügen und fuhren dabei zum Teil über die Grenzen des Kreises hinaus, so zum Beispiel in die benachbarten Niederlande. Wie umgekehrt auch viele Gäste den Kreis Heinsberg auf dem Rad erkundeten. Viele verschiedene Routen standen in der Region zur Auswahl.

Wer mindestens drei Ortsstempel auf seiner Startkarte gesammelt hatte, konnte zudem bei einer Tombola mitmachen und mit Glück ein Fahrrad gewinnen. Doch noch wichtiger war an diesem Tag natürlich das olympische Motto: „Dabei sein ist alles!”

Auf zentralen Plätzen der Kommunen wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Musik, Infos und Service geboten, aber auch für Verpflegung wurde gesorgt, so auch an der Zehntscheune in Selfkant-Millen, auf dem Dorfplatz in Waldfeucht-Bocket oder am Freibad in Gangelt. Im südlichen Kreisgebiet waren der Geilenkirchener Markt und der Übacher Rathausplatz die Anlaufstellen. In der Stadt Hückelhoven wurde Haus Sodekamp-Dohmen in Hilfarth angesteuert.

Auf dem Markt am Alten Rathaus in Erkelenz schickte Bürgermeister Peter Jansen vom Hochrad aus die Fahrradfahrer am Morgen beim offiziellen Start auf die Strecke. Er freute sich schon da über die große Resonanz. Unter vier Strecken konnten die Teilnehmer in Erkelenz auswählen. Der Bürgermeister ging auch selbst auf Tour, nachdem er sich umgezogen und das Rad gewechselt hatte.

Zum wiederholten Male starteten in Wegberg auf dem Rathausplatz auch Rollstuhlfahrer beim Radwandertag. Eigentlich sollten es unter der Leitung von Stefan Sieben zehn Personen sein, Wegen einer Panne des Fahrdienstes wurden allerdings einige aus Heinsberg nicht abgeholt. So konnten nur fünf Fahrer und eine Fahrerin mit den unterschiedlichsten Gefährten auf die elf Kilometer lange Strecke gehen. Begleitet wurden sie von Helfern der Erftkreis-Rollis und der Polizei.

Ein echter Hingucker war in Wassenberg um die Mittagszeit das Fünfer-Tandem der Freiwilligen Feuerwehr aus Mützenich in der Eifel. Auf einem Anhänger hatte das aus vier Männern und einer Frau bestehende Team das vor einigen Jahren als Gag selbstgebaute Gefährt nach Wassenberg gebracht.

„Wir wollen auf unserer Fahrt von Wassenberg über Erkelenz, Hückelhoven und Heinsberg für die Johanniter werben und nutzen den Radwandertag als Training und Materialtest für den nächsten Urlaub”, erzählte Renate Schütt, die als Johanniter-Mitarbeiterin und langjährige Feuerwehrfrau die Idee zu dieser Aktion hatte. Gestärkt mit Verpflegung vom Infomobil der Johanniter ging es dann zunächst noch zur Anmeldung, ehe sich das Team in den Sattel schwang.

„Bisher hat uns der Radwandertag richtig Spaß gemacht, berichtete ein Erkelenzer Quartett, als es Station machte auf dem Heinsberger Marktplatz. Oft an wegweisenden Knotenpunkten zu schnell unterwegs, wurde die anschließende Suche für die Gruppe zur Gaudi, wie die vier lachend bekannten. Milana Nobis, Tanja Irmen, Eva Lvoz und Frederik Wellmann waren in Erkelenz am Morgen gestartet und hatten die Stationen Wegberg und Wassenberg bereits hinter sich gelassen. Den ganzen Sonntag über herrschte auf dem Heinsberger Markt ein reges Treiben.