Kirchhoven: Tagesschau-Star von Hochstraße angetan

Kirchhoven : Tagesschau-Star von Hochstraße angetan

„An sich interessiert das Thema Beton und Pflastersteine nicht unbedingt eine Frau. Jedoch beim Durchblättern der Unterlagen musste ich feststellen, dass Beton doch nicht gleich Beton ist.” Das sagte Eva Herman aus Hamburg.

Mit Charme zog die vor allem aus der ARD-Tagesschau, aber auch aus Sendungen wie „Stars”, „Spendengala - Ein Herz für Kinder” oder „Schlagerparade” bekannte Powerfrau im VIP-Zelt auf dem Gelände Beton Poetsch alle in ihren Bann.

Die Inhaber Udo und Norbert Poetsch hatten sich zur Eröffnung des neuen Muster- und Servicezentrum etwas Besonders ausgedacht. Statt langer Reden vieler Gäste hatten sie Eva Herman eingeladen, eine mit Bürgermeister Josef Offergeld und Fachleuten aus Forschung und Wirtschaft besetzte Talkrunde zum Thema „Beton” zu moderieren.

Begeistert war die Tagesschausprecherin von Josef Offergeld: „Ihr Bürgermeister ist aber gut drauf”, lobte sie dessen Schlagfertigkeit.

Den Kopf nicht in den Sand gesteckt

„Wir stecken nicht den Kopf in den Sand und wir jammern nicht über schlechte Zeiten, wir zeigen Mut und haben deshalb investiert”, unterstrich Udo Poetsch die gegen den Konjunkturtrend gerichtete Entscheidung des Unternehmens.

Kernstück im neuen Muster- und Servicezentrum dürfte die „Spielwiese” werden. Norbert Poetsch: „Die Planer für Baumaßnahmen der Städte und Gemeinden oder auch für Firmen können hier arbeiten und Modelle errichten. Dann kann man direkt das Ergebnis sehen und Änderungen vornehmen. Zudem haben Studenten des Baufachs die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, sie können hier ihre Ideen umsetzen und Erfahrungen sammeln.”

Das Unternehmen arbeitet eng mit der RWTH zusammen, denn von deren Forschungsergebnissen profitieren schließlich alle. Auch Dipl. Ing. Stefan Zwolinski vom „Bund Güteschutz Beton” aus Bielefeld sah die Entwicklung des Baustoffs Beton noch lange nicht abgeschlossen.

Heinsberger Flaniermeile als Stöckelschuh-tauglich gelobt
Bürgermeister Josef Offergeld betonte vor allem den Aspekt der regionalen Wirtschaftsförderung durch die Kommunen: „Wir unterstützen unsere Firmen in der Stadt so gut wir können, letztendlich kommt dies der Stadt wieder zugute.” Allein in den Hoch- und Tiefbau habe die Stadt Heinsberg 2003 elf Millionen Euro investiert.

„Normalerweise graut es Frauen, mit Stöckelschuhen über Pflastersteine zu gehen”, gab Eva Herman zu. Da bestehe meistens die Angst, in den Rillen hängenzubleiben. Auf der Heinsberger Hochstraße seien die Stolperfallen jedoch „elegant beseitigt” worden.

Dies freute natürlich den Bürgermeister, der in der Neugestaltung der Hochstraße eine Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung für Heinsberg sieht. „Je mehr Qualität eine Stadt bietet, desto besser ist dies für die Einkaufskraft. Qualität zahlt sich immer aus”, so Josef Offergeld.