Kreis Heinsberg: Tag des Ehrenamtes: „Wir schenken Freude, indem wir da sind”

Kreis Heinsberg : Tag des Ehrenamtes: „Wir schenken Freude, indem wir da sind”

Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember gab Margrit Hils, im Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg für den Fachbereich Freiwilligenarbeit zuständig, zusammen mit Ehrenamtlern einen Einblick in die Vielfalt des Engagements.

Zugleich stellte sie das Programm des Tages der offenen Tür vor, zu dem das SFZ in Heinsberg an der Hochstraße 24 am Freitag, 5. Dezember, von 10 bis 15 Uhr einlädt. Neben Informationen rund um Selbsthilfe und Freiwilligenarbeit ist die Fotoausstellung „Menschen begegnen Menschen” zu sehen. Hinzu kommen ein Bücherbasar und ein Flohmarkt.

Am runden Tisch im SFZ, wo sich mehrere ehrenamtlich Tätige versammelt hatten, saß auch Corinna Beck, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Heinsberg als Vertreterin des Trägers. Das SFZ, vor zehn Jahren als Freiwilligenzentrum in Geilenkirchen gegründet und seit 2003 Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum mit Sitz in Heinsberg, sei mittlerweile etabliert und werde in der Region geschätzt, erklärte sie, denn „Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement brauchen einen professionellen Hintergrund.” Sie sei guter Dinge, dass das Zentrum auch weiterhin Bestand habe, so lange es finanzielle Unterstützung erhalte, die unter anderem auch vom Kreis geleistet werde. Planungssicherheit habe man so allerdings immer nur für ein Jahr.

Manfred Storms, Sprecher der Selbsthilfegruppe Allergie und Asthma, erzählte, dass er bei der Gründung seiner Gruppe 1986 noch ziemlich hilflos gewesen sei. Heute treffe er mindestens zweimal im Jahr mit Hannelore Viehöver-Braun zusammen, im SFZ für den Fachbereich Selbsthilfe zuständig, und erhalte so Hilfe bei aktuellen Problemen.

Alois Pauli berichtete von seinem Engagement im Wohnheim Mutter Teresa in Geilenkirchen. Er koche und backe leidenschaftlich gerne und tue diese jetzt mit den Bewohnern dort zusammen. Er bietet zudem Radtouren an und einmal pro Monat sogar einen Ganztagsausflug, der zum Wandern, ins Museum oder auch auf einen Weihnachtsmarkt führt.

Heike Ingendorn, zuständig für die Koordination ehrenamtlichen Engagements im AWO-Altenzentrum in Heinsberg, erläuterte, wie wichtig diese Art der Unterstützung sei. „Das muss koordiniert, vor allem aber gefördert werden”, betonte sie. Neben Gruppen, die immer wieder in die Einrichtung kämen, seien derzeit etwa 20 Ehrenamtler aktiv, im Alter von viereinhalb Monaten bis zu 80 Jahren. Baby Zoe engagiert sich zusammen mit ihrer Mutter Kerstin Gülpen. Vor zwei Monaten kam sie durch Vermittlung des SFZ mit Heike Ingendorn in Kontakt. Alten Menschen zusammen mit ihrem Kind Freude zu schenken, war ihr Wunsch. „Und jetzt haben wir schon ganz viele Omas”, erzählt sie. „Wir beide schenken Freude, einfach nur, indem wir da sind.”

Margret de Hesselle ist auch ehrenamtlich aktiv, aber direkt im SFZ. Sie arbeitet dort einmal pro Woche für drei Stunden im Büro. Insgesamt zehn ehrenamtliche Mitarbeiter habe das SFZ derzeit, so Margrit Hils. Sechs seien während der Öffnungszeiten tätig, vier in einzelnen Projekten. Über 900 Arbeitsstunden seien 2007 allein im SFZ ehrenamtlich geleistet worden, berichtete sie.