Städteregion: Straßenverkehrsamt wird bis Ende 2019 umgebaut

Städteregion : Straßenverkehrsamt wird bis Ende 2019 umgebaut

Die Städteregion will den jahrelang ziemlich in Mitleidenschaft gezogenen Bürgerservice im Straßenverkehrsamt weiter im Fokus behalten. Eine von insgesamt 37 Maßnahmen, die die Unternehmensberatung „Rödl und Partner“ als Ergebnis ihrer Analyse gefordert hatte, war die personelle Aufstockung.

Sie ist mittlerweile umgesetzt worden, 17 neue Stellen sind in dem mit weitem Abstand am häufigsten frequentierten Amt der Städteregion geschaffen worden. Allerdings benötigen die neuen Mitarbeiter auch Büroplätze. Es muss also zusätzliche Arbeitsfläche geschaffen werden in dem Gebäude an der Carlo-Schmidt-Straße in Würselen.

Thomas Zehnpfennig ist mit diesem Thema betraut worden. Und der Architekt hat gute Kunde für Politik und Verwaltung: „Die Aufstockung ist im vorhandenen Gebäude möglich.“ Einen — vermutlich teuren — Neu- oder Anbau muss es also nicht geben, günstig ist die Angelegenheit aber dennoch nur bedingt: Immerhin 680 000 Euro müssen in den Bestand investiert werden. Allerdings geht es dabei nicht nur um die neuen Arbeitsplätze, sondern auch um weitere „Optimierungen“, die nicht zuletzt auch wieder den Mitarbeitern und den Kunden zugute kommen sollen.

Zentrale Punkte des geplanten Umbaus, der in zwei Wochen beginnen und in insgesamt elf Abschnitten bis Ende 2019 vollzogen wird, sind die Umwandlung des Archivs in Bürofläche, die Schaffung von zwei Frühschaltern am Vorplatz und die Einrichtung eines Callcenters, das die telefonische Erreichbarkeit der Behörde deutlich verbessern soll.

„Alle Maßnahmen müssen im laufenden Betrieb realisiert werden. Wir haben deshalb viele kleinere Schritte vorgesehen, damit jeder betroffene Mitarbeiter nur einmal innerhalb des Hauses umziehen muss und die Beeinträchtigungen insgesamt gering gehalten werden können“, erklärt Zehnpfennig. Die Zulassungsstelle werde neu geordnet und übersichtlicher gestaltet, der Wartebereich umgebaut und die Akustik im Bürgerservice durch Trennwände und Schallschutzmaßnahmen verbessert, kündigt der Architekt an.

Zunächst wird das Obergeschoss des Straßenverkehrsamtes in Angriff genommen. „Dort werden wir bis Ende des Jahres fertig sein“, prognostiziert Zehnpfennig. Das Erdgeschoss folgt im nächsten Jahr. Die offizielle Übergabe ist für Dezember 2019 vorgesehen. Dann soll, so erwartet es die Verwaltung, die Zeit der Mängel, Beschwerden und Überlastungen endgültig der Vergangenheit angehören.

(gro)
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