Stollenvielfalt meisterlich unter Beweis gestellt

Stollenvielfalt meisterlich unter Beweis gestellt

Kreis Heinsberg. Verlockende Düfte durchzogen in diesen Tagen den bereits vorweihnachtlich geschmückten Schalterraum der Kreissparkassen-Filialdirektion in der Wassenberger Unterstadt.

Ein sicheres Zeichen dafür, dass Nikolaus und die Adventswochen vor der Tür stehen.

Die Bäcker-Innung Heinsberg überraschte die Besucher zum ersten Mal in Wassenberg anlässlich ihrer öffentlichen Stollenprüfung mit einem einladend dekorierten Stollen-Prüfstand, einer Stollen-Probierecke und einem Demo-Stand, der Stollenvielfalt unter Beweis stellte.

Handwerkliche Tradition

16 Meisterbetriebe der Bäcker-Innung Heinsberg beteiligten sich mit insgesamt 38 Stollen an dieser Prüfung durch den vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks in Bad Honnef beauftragten Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz.

Die Kreissparkasse Heinsberg unterstützte zum wiederholten Male diese freiwillige Qualitätsprüfung, mit der sich die handwerkliche Meistertradition deutlich abheben will von den bisweilen namenlosen „Stollenbergen” schon Monate vor den festlichen Wochen in Supermärkten.

Deutliche Unterschiede

Beim Stollenprobieren in der Kreissparkasse erfuhr mancher Feinschmecker, welche deutlichen Unterschiede es gibt bei der ganzen Stollenvielfalt: Da gibt es „Rheinischen Stollen” mit leckerer Marzipanfüllung, den „Butterstollen” mit feinwürzigen Mandeln, aber ohne Rosinen, den traditionellen „Dresdner Stollen” mit hohem Butteranteil, den „Thüringer Stollen” mit kandierten Früchten, den „Nussstollen” mit gerösteten Haselnüssen, den sehr beliebten „Mohnstollen”, den „Früchtestollen” mit ausgeprägtem Aroma, den leichten „Quarkstollen” für den empfindlichen Magen und schließlich den „Vollkornstollen” für den ganz gesundheitsbewussten Kunden.

Obermeister Edwin Mönius begrüßte viele seiner Kollegen. Er dankte der Kreissparkassenleitung für ihre Bereitschaft, auf diese einladende, „duftende” Weise die Bedeutung des Meisterbetriebs, der „noch selber backt”, herauszustellen und damit dem uralten Bäcker-Gewerbe eine deutliche Hilfestellung zu geben.

Sehr zufrieden

Prüfungsmeister Schmalz zeigte sich sehr zufrieden in seiner Gesamtübersicht. Einige kleine „Ausrutscher” habe es auch gegeben; aber das müsse so sein, denn sonst meinten die Leute, Stollenbacken sei leicht. Das aber ist es keineswegs. Seinen Kollegen gab er noch einige wichtige Tipps zum Verbessern auch bei der ebenfalls vorgelegten Weihnachtsbäckerei mit Zimtsternen und anderen Köstlichkeiten zum Naschen.

Zum ersten Mal dabei war Bäckermeisterin Maria Grzeszik aus Golkrath, die mit ihrem Nuss/Mandelstollen mit „gut” abschnitt. Jürgen Stassen aus Süsterseel bekam gleich zweimal die Note „sehr gut”: mit 4,85 Punkten für seinen im Holzofen gebackenen Vollkornstollen und 5,0Punkten für seinen „Meisterstollen”.

Die Goldmedaille überreichte ihm Obermeister Mönius. Jürgen Dick (Dick GmbH Heinsberg) bekam für seinen Mandelstollen 4,9 Punkte. Eine ganze Reihe Bäckermeister waren zum ersten Male dabei, mancher von ihnen auf Anhieb mit 4,85 Punkten, die eine Silbermedaille einbrachten. Mit über 80 Prozent „prämierten” Stollen war das Ergebnis mehr als zufrieden stellend.

Bei der Herbstversammlung der Bäcker-Innung am 30.November um 17Uhr im Sitzungszimmer der Kreishandwerkerschaft in Geilenkirchen an der Nikolaus-Becker-Straße werden auch Urkunden an die ausgezeichneten Bäckerfachgeschäfte überreicht.