Kreis Heinsberg: Stimmung kurz vor der Kunsttour immer „sehr kribbelig”

Kreis Heinsberg : Stimmung kurz vor der Kunsttour immer „sehr kribbelig”

Am kommenden Sonntag, 4. Mai, ist es wieder soweit: Zwischen 11 und 18 Uhr laden fast 50 Künstlerinnen und Künstler, Galerien und Kunstvereine sowie das Kreismuseum zum Tag der offenen Ateliers und Galerien in der Freizeit-Region Heinsberg. Die Kunsttour erlebt ihre siebte Auflage.

„Wenige Tage vor der Kunsttour ist die Stimmung immer sehr kribbelig”, berichtete am Mittwoch Patricia Mees, die Geschäftsführerin vom Heinsberger Tourist-Service (HTS).

Beim HTS laufen wieder alle Fäden der Kunsttour zusammen. „In der HTS-Geschäftsstelle melden sich kurzentschlossene Gäste, denen wir einen Blick auf die Website http://www.kunsttour-hs.de empfehlen. Von den Künstlern selbst hören und sehen wir gar nichts, verständlicherweise, da diese voll und ganz mit ihren Vorbereitungen beschäftigt sind. Und wir vom HTS hoffen, dass alles glatt geht und das Wetter mitspielt. Und die Wettervorhersage macht uns Mut!”

Die Kunsttour bietet Einblicke in die aktuelle Kunstszene und ermöglicht den direkten Kontakt zu den Kunstschaffenden und ihren Werken. 46 Stationen - verteilt über die gesamte Fläche der Freizeit-Region Heinsberg - umfasst das Angebot; inklusive Abstecher ins niederländische Sittard.

Es gibt sowohl räumliche Ballungen in Erkelenz, Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Wegberg als auch sehr attraktive dezentrale Ziele, wie beispielsweise das Projekt „Stillefeld” von Gerd Mevissen in Selfkant-Höngen, die Ausstellung „Sichtweisen” der Galerie Vorbach in Gangelt oder die Canthe-Ausstellung zum Förderpreis in Hückelhoven-Ratheim.

In der Kreisstadt Heinsberg sind unter anderem auch die beiden bereits eröffneten Ausstellungen „Verweilen im Tropischen” zur Ostasienreise des Malers Ottmar Begas im Jahr 1901 (im Kreismuseum, Hochstraße) sowie „Gruppenbild” mit Werken des Kölner Künstlers Thomas Böing (beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch, Horster Hof) zu sehen, aber auch zwei weitere Stationen mit ausländischen „Gastkünstlern” dürften zu besonderen Anziehungspunkten werden: Im Atelier Crumbiegel in Heinsberg-Karken wird bereits ab diesen Donnerstag die Keramikerin Renate Weidner aus Amsterdam erwartet. Bei Gereon Heil in Uetterath ist Annick Lecuyer aus Frankreich zu Gast.

Der Kunstinteressierte kann sich also zwischen Stadtspaziergang oder Landpartie, zwischen Fahrradtour oder Fahrt mit dem Auto entscheiden. „Wer alle Ziele an diesem einen Tag schaffen möchte, kann sich das aus dem Kopf schlagen”, erklärte Patricia Mees als Koordinatorin der Kunsttour. „Es ist aber auch gar nicht nötig, in Eile oder Zeitdruck zu verfallen, da man sich ein ums andere Jahr auf die nächste Kunsttour freuen kann. Allerdings ist dann der Teilnehmerkreis schon mal ein anderer.”

Im Internet ist auf der Website http://www.kunsttour-hs.de ein virtueller Katalog zu finden, in dem die einzelnen Stationen vorgestellt werden: von der Biografie bis zu den Arbeitsschwerpunkten, von den gezeigten Einzel- und Gruppenausstellungen bis zu Auszeichnungen sowie weiterführenden Infos per Link.

Dank richtete der HTS vor allem auch an die Sponsoren. „Ohne die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Kunst-Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg und der West Energie und Verkehr sowie einen Medienpartner wie dem Zeitungsverlag Aachen kann man solch eine Veranstaltung nicht stemmen”, so Patricia Mees.