Wegberg: Stiftung soll das Flachsmuseum standfest machen

Wegberg : Stiftung soll das Flachsmuseum standfest machen

Der Beecker Heimatverein hat vor, im Frühjahr eine Stiftung ins Leben zu rufen, um den Bestand des Flachsmuseums und des Volkstrachtenmuseums auf sichere Beine zu stellen.

Vorgesehen ist, dass sich auch die Stadt mit einer Zustiftung in Höhe von 100.000 Euro in die Stiftung einbringt. Ein Plan, der vom Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport ausdrücklich begrüßt und bei einer Enthaltung angenommen wurde.

Die Stiftung soll den Fortbestand der Museen sichern und dem Verein Planungssicherheit geben. Denn nach Aussage des Vorsitzenden Heinz Gerichhausen werde die Arbeitsbelastung für die rund 100 Mitglieder des Heimatvereins immer größer.

Schon heute unterstützt die Stadt die beiden Museen mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 13.000 Euro. Die zusätzliche städtische Stiftungssumme soll in vier Teilzahlungen von je 25.000 Euro pro Jahr in den nächsten vier Jahren aufgebracht werden. Die jährlichen Zuwendungen werden dann entfallen.

Seitens des Heimatvereins ist geplant, eine Stiftungssumme von mindestens zwei Millionen Euro anzusammeln. Dafür werden weitere mögliche Partner gesucht, wie die NRW-Stiftung, das Rheinische Museumsamt sowie Banken, Versicherungen, Firmen und Privatpersonen. Voraussetzung einer dauerhaften städtischen Zustiftung ist eine entsprechende Satzung, die die Interessen der Stadt berücksichtigt.

Sollte die Stiftung des Heimatvereins nicht zustande kommen, werde die Stadt daraus keine finanziellen Schäden haben, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage der Verwaltung. Von den Vertretern der Fraktionen wurde die Stiftungsidee einhellig begrüßt. Bürgermeisterin Hedwig Klein betonte, dass die Stiftung der einzige Weg sei, wie der Heimatverein auch zukünftig seine Fülle an Aufgaben bewältigen könne.

Für die Sozialdemokraten erinnerte Nicole von den Driesch daran, dass man sich schon seit geraumer Zeit um eine so genannte Bürgerstiftung bemühe, die unter anderem Projekte wie die Museen unterstützen könne. Auch in diesem Bereich sei die Stadt nicht untätig und werde zu gegebener Zeit über den Stand der Dinge informieren, erklärte Klein.

Mit einem einstimmigen Beschluss machte der Ausschuss den Weg frei für die endgültige Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses, die Anfang Dezember erwartet wird.