Borschemich: Stein vom Herzen fällt direkt auf Erkelenz-Nord

Borschemich : Stein vom Herzen fällt direkt auf Erkelenz-Nord

„Der Bürgerwille hat gesiegt”, sagte Josef Boss und atmete tief durch.

Ein großer Stein fiel auch den anderen Mitgliedern des Bürgerbeirates vom Herzen, waren doch die unendlichen Bemühungen um den Entwurf einer annehmbaren Stanortgestaltung in Erkelenz-Nord für Borschemich vom Erfolg gekrönt.

Das Votum der Bewertungskommission und des Bürgerbeirates fiel einstimmig (bei drei Enthaltungen) auf den von der Bürgerschaft favorisierte Plan 1 Nr. 110 537.

Das Planungsbüro Post & Welters aus Köln hatte es verstanden, den Grundriss von Alt-Borschemich in den Plan für Neu-Borschemich so zu integrieren, dass die Bürger Altbewährtes erkannten.

Bei der Präsentation am Samstagmorgen, so Josef Boss, hätten von 42 Bürger 40 für den Plan 1 gestimmt. Deutlicher hätte man den Willen der Bürger nicht zeigen können.

Wie der Technische Beigeordnete Ansgard Lowig informierte, wurden in der Beratung zwölf Überarbeitungsvorschläge notiert, die in den weiteren Planungen Berücksichtigung finden werden.

Professor Peter Zloncicki habe es bei den Beratungen vortrefflich verstanden, so Ansgard Lowig, mit den technischen Fachleuten der Bewertungskommission und den Bürgern gemeinsam zu einer annehmbaren Lösung zu kommen.

Überarbeitungen wären in jedem Fall auch bei den beiden anderen Vorentwürfen nötig geworden.

Zur städtebaulichen Planung und Standortgestaltung der Umsiedlungsstandorte für Borschemich in Erkelenz-Nord und für Immerath, Lützerath und Pesch bei Kückhoven, waren jeweils drei Planungsbüros mit der Erarbeitung städtebauliche Entwürfe und eines Gutachterverfahrens beauftragt worden.

Grundlage für die Erarbeitung der Entwürfe waren Gutachterprogramme unter Mitwirkung der von den Bürgern gewählten Bürgerbeiräte.

Über das Gutachterverfahren wurden die städtebaulichen Entwürfe ermittelt, auf deren Grundlage die Bauleitplanung weiter bearbeitet wird. Gemäß dem Ziel 2 der Braunkohlenplanentwürfe soll die Umsiedlung der Bevölkerung im Jahre 2005 beginnen.

Der ausgewählte Entwurf ist jetzt die Grundlage für die zukünftige Planung von Neu-Borschemich sowie die Stellungnahme der Stadt Erkelenz im Braunkohlenplanverfahren.