Erkelenz: Startschuss bei der Geburtstagsfeier

Erkelenz : Startschuss bei der Geburtstagsfeier

Die Pestalozzischule feierte ihr 40-jähriges Bestehen mit der Legung des Endsteines des neu gebauten Klassentraktes. Die Radsportler der „Tour de Jumelage” nutzten den Anlass, um vom Schulring aus auf ihre diesjährige Tour zu starten.

Die rund 870 Kilometer lange Strecke nach Hamburg wollen die Freizeitsportler in sechs Etappen hinter sich bringen. Die Organisatoren wollten durch die Wahl ihres Startortes die Verbundenheit mit der Förderschule zum Ausdruck bringen, die im Laufe der Jahre und mit dem gemeinsamen Engagement für das Erkelenzer Hospiz gewachsen ist, betonte Jumelage-Initiator Wolfgang Kurt.

Auf den Weg geschickt wurden die 18 Fahrer und ihre fünf Begleiter mit dem WM-Hit „Dieser Weg wird kein leichter sein”, den der Schulchor vortrug. Mit am Start war auch die stellvertretende Schulleiterin Christiana Roob, die jedoch nach wenigen Kilometern wieder umkehrte, um mit ihren Schülern den Erweiterungsbau der Schule zu feiern. Die erste Etappe holte sie im Auto nach, um am folgenden Tag mit ihren Mitfahrern auf die Piste zu gehen.

Dann ging es in den Neubau zur offiziellen Einweihung der drei neuen Unterrichtsräume. Durch die Einrichtung des gebundenen Ganztagsbetriebes in der Pestalozzischule war die Errichtung einer Mensa und dreier Klassenräume notwendig geworden. Vorausschauend war der Anbau schon im „Baukastensystem” so geplant worden, dass im Obergeschoss drei weitere Klassenräume angebaut werden konnten. Dieser Anbau hatte im vorigen Sommer begonnen und war nach elfmonatiger Bauzeit abgeschlossen worden.

Sieben Firmen in der Schule

Die nun eingeweihten Räume verfügen über eine Gesamtnutzfläche von rund 140 Quadratmetern, die Baukosten beliefen sich auf 350.000 Euro. In einer kleinen Ausstellung hatten die Schüler Dokumente zur Geschichte ihrer Schule zusammengetragen, die von der Übergabe am 5. Juli 1969 bis heute reichten. Schulleiterin Marianne Schardt betonte bei der Begrüßung der Gäste, dass die Förderschule heute kein Stigma mehr sei, für das sich Eltern und Schüler schämen müssten. Sie hob hervor, dass die Pestalozzischule seitens der Stadt ebenso gefördert und unterstützt werde, wie die anderen Schulen. Ihre Vision sei es, dass ihr Beruf der Sonderschullehrerin eines Tages überflüssig werde.