Hückelhoven: Stadt steckt Schelte von Steuerzahlern ein

Hückelhoven : Stadt steckt Schelte von Steuerzahlern ein

Schelte für die Investition von Rücklagen in Aktienfonds muss sich die Stadt Hückelhoven jetzt auch vom Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen anhören.

„Eine derartige Fehlentscheidung dürfte in nordrhein-westfälischen Amtsstuben Seltenheitswert haben”, schreibt der Bund der Steuerzahler in der Februar-Ausgabe des „Kommunalmagazins”.

Bärbel Hildebrand, Pressesprecherin der Vereinigung, spricht gar von einem „Spiel mit dem Feuer”.

Rund 800.000 Euro hat die Stadt Hückelhoven im August 2000 in zwei Aktienfonds investiert. Mittlerweile sind die Kurse gefallen - würde die Stadt ihre Anteile jetzt verkaufen, müsste sie nach Angaben des „Bundes der Steuerzahler” einen Verlust von etwa 420.000 Euro hinnehmen.

Zwar will die Stadt die Anteile derzeit nicht zu Geld machen und hofft auf Kurssteigerungen - aber diesen Optimismus lässt der Bund der Steuerzahler nicht gelten: „Was ist, wenn sich die derzeitige kommunale Haushaltskrise weiter zuspitzt und die Stadt das Geld braucht?”

Eine Erholung der Wirtschaft und eine Belebung der Börse seien in absehbarer Zeit wenig wahrscheinlich.