Erkelenz: Stadt kritisiert WDR nach Absage der Hitparade

Erkelenz : Stadt kritisiert WDR nach Absage der Hitparade

Auch noch Tage nach der Absage des WDR, die Närrische Hitparade im nächsten Jahr aus Kostengründen nicht in der Dreifachsporthalle des Cornelius-Burgh-Gymnasiums zu veranstalten, herrscht im Erkelenzer Rathaus Unverständnis.

„Anstatt uns nach der Besichtigung offen zu sagen, wo es hapert, kündigt uns der WDR einen Brief an, in dem er einen Tag später die Absage mitteilt. Für ein Telefonat stand die Veranstaltungsleitung nicht mehr zur Verfügung”, kritisiert der Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen auf Anfrage der Erkelenzer Volkszeitung.

Auch für das Argument der angeblich zusätzlichen Kosten, die dem WDR bisher nicht bekannt waren, hat der Beigeordnete kein Verständnis. So widerspricht er unter anderem der Behauptung, es würden für den WDR Mehrkosten anfallen wegen zusätzlicher Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Besucher. „Im Gegenteil. Wir haben dem WDR gesagt, die Stadt Erkelenz würde als Ordnungsbehörde auf die Sicherheitsvorschriften achten und die Kosten für etwaige notwendige Verbesserungen übernehmen.”

Auch soll sich der WDR über Kosten für ein Versorgungszelt auf dem Schulhof mokiert haben. „Dabei war doch schon von Anfang an klar, dass es dieses Zelt geben wird”, hält Gotzen dagegen.

Inzwischen verfestigt sich in Erkelenz mehr und mehr der Eindruck, der WDR habe nur nach einer Möglichkeit gesucht, um vom Veranstaltungsort Erkelenz Abschied nehmen zu können.

Dass es damit auch dem Erkelenzer Bürgermeister Erwin Matthissen leicht gemacht wird, ein Versprechen nicht einlösen zu müssen, das er nach dem Sieg von Hätzblatt bei der Närrischen Hitparade gegeben hatte, ist ein zweiter Nebeneffekt.