Hückelhoven: Stadt gleicht gestrichene Landesmittel aus

Hückelhoven : Stadt gleicht gestrichene Landesmittel aus

Der Sitzungssaal des Hückelhovener Rathauses platze aus den Nähten. Und das sogar wörtlich.

Zum Jugendhilfeausschuss kamen zahllose Jugendliche, die die Entscheidung über die Finanzen der Jugendeinrichtung in 2004 verfolgten.

Der Raum war dieser Masse an Youthpower offenbar nicht gewachsen. Bereits kurz nach Sitzungsbeginn musste der Ausschuss unterbrochen werden, weil eine Heizkörper dem Druck nicht mehr stand hielt, aus der Verankerung brach und seinen flüssigen Inhalt munter auf dem Parkett vergoss.

Nachdem der Schaden provisorisch mit Lappen und Eimer behoben war, konnte die Sitzung weitergehen.

Bange warteten die Jugendlichen auf die Entscheidung über den Haushalt des Jugendamtes.

Zu befürchten stand, dass die städtischen Einrichtungen im kommenden Jahr mit deutlich weniger Geld auskommen müssten und somit einige Angebote wegfallen würden.

Der Grund: Das Land streicht Mittel in Höhe von 24000 Euro. Erlösende Worte sprach schließlich die Beigeordnete Angelika Stöcker. „Die Ausgabepositionen werden nicht verändert. Von uns aus geht es erst mal so weiter wie bisher her”, versprach sie und erntete tosenden Applaus aus den Reihen der Jugendlichen.

„Was wir aber nicht können, ist, die ausfallenden Zuschüsse bei den Kirchen zu finanzieren”, betonte sie.

Insgesamt wird der Etat des Jugendamtes um 150000 Euro an Zuschüssen aufgestockt. Das Gesamtvolumen beträgt 9 Millionen Euro, dem Einnahmen in Höhe von 2 Millionen Euro gegenüberstehen.

Einstimmig votierte der Jugendhilfeauschuss, dem Rat den Beschluss des Haushaltsplanes 2004 des Jugendamtes zu empfehlen.