Kreis Heinsberg: Sportjugend gewinnt Ehrenpreis „Begegnung 2008”

Kreis Heinsberg : Sportjugend gewinnt Ehrenpreis „Begegnung 2008”

Die Sportjugend des Kreissportbundes Heinsberg darf sich als Gewinner von „Begegnung 2008”, dem Ehrenpreis der Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung, über ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro freuen.

Der Ehrenvorsitzende des Kreissportbundes, Willi Engels, erklärte: „Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung des großen Engagements vor allem unserer Jugendlichen.”

Die Jury, in der Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstandes der Stiftung sowie Redakteure der lokalen Presse vertreten sind, verlieh den Preis in Anerkennung der zahlreichen internationalen Jugendbegegnungen, die von der Sportjugend über viele Jahre in vorbildlicher Weise im Sinne der Völkerverständigung organisiert wurden.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Theo Clemens, betonte, dass dieses ehrenamtliche Engagement im Sinne der Verständigung zwischen Menschen im Kreis Heinsberg und Menschen zahlreicher anderer Nationen in dieser Form wohl einzigartig sei. „Gerade in einer Zeit, in der viele Vereine klagen, dass die Bereitschaft nachlässt, sich ehrenamtlich zu betätigen, ist davon bei der Sportjugend nichts zu spüren”, so Clemens. „Eher im Gegenteil: Die Sportjugend schafft es immer wieder, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene von der internationalen Idee zu begeistern. In ihrer Freizeit fungieren sie als Betreuer oder Teilnehmer bei den internationalen Jugendtreffen.”

„In diesem Jahr konnten wir in der Jury wiederum aus zahlreichen interessanten Vorschlägen auswählen. Leider konnte von den 23 Vorschlägen nur einer prämiert werden”, so Sparkassendirektor Lothar Salentin. Aufgrund der guten Resonanz wird der Stiftungspreis 2009 erneut ausgeschrieben. An all diejenigen, die nicht berücksichtigt wurden, appellierte Salentin: „Nutzen Sie die Gelegenheit, sich bei der Ausschreibung 2009 erneut für den Preis zu bewerben. Es wäre zu schade, wenn Sie aufgeben und wir dadurch auf preiswürdige Vorschläge verzichten müssen.”

Seit fast 20 Jahren pflegt die Sportjugend im Kreissportbund Heinsberg zahlreiche internationale Kontakte. Zielsetzung ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Dabei geht es sowohl um Jugendbegegnungen im Kreis Heinsberg als auch um Fahrten in die jeweiligen Partnerländer. Besonderer Wert wird darauf gelegt, Völkerverständigung anzubahnen und dabei Kontakte dauerhaft herzustellen. Die Partnerschaft zur Stadt Arsamas in der Russischen Förderation ist dabei besonders hervorzuheben.

Motor und Initiator dieser internationalen Begegnungen war zu Beginn der heutige Ehrenvorsitzende des Kreissportbundes, Willi Engels, der aber in Christoph Kirstein und Martin Hennebrüder sowie einigen weiteren Mitstreitern junge und engagierte Nachfolger gefunden hat. Engels hat zahlreiche internationale Maßnahmen ins Leben gerufen, die mittlerweile zum festen Bestandteil im Jahresprogramm der Sportjugend geworden sind.

Zu nennen sind: der seit 16 Jahren jährlich zu Ostern stattfindende Euro-Jugend-Treff mit teilweise über 100 Teilnehmern, der Deutsch-Russische Auszubildenden-Austausch, der in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft in diesem Jahr zum vierten Mal stattfand, das Euro-Jugend-Seminar, das im Jahr 2009 zum fünften Mal stattfindet, sowie in Zusammenarbeit mit der Kinderkrebshilfe Ophoven der Euro-Kinder-Treff. Dieser führt kranke und gesunde Kinder aus mehreren Nationen in einem Zeltlager zusammen. Eine Neuauflage ist für 2010 vorgesehen.

Ständig ist die Sportjugend bereit, neue Verbindungen in ferne Länder herzustellen und bezieht stets Sportvereine aus dem Kreis Heinsberg mit ein. Immer wieder werden neue Jugendliche motiviert, sich in ihrer Freizeit für den internationalen Gedanken einzusetzen.

Mittlerweile gibt es Kontakte nach Belgien und in die Niederlande, nach Schottland, Frankreich und Luxemburg, nach Dänemark, Polen und Ungarn, in die Tschechische Republik und nach Russland sowie nach Litauen und Rumänien. Die Jury überzeugte sowohl die Kontinuität der Völkerverständigungsarbeit als auch das Bemühen, immer wieder neue Wege im Rahmen der internationalen Idee zu beschreiten.

Im Rahmen einer Feierstunde zu Beginn des nächsten Jahres erfolgt die offizielle Preisverleihung.