Kreis Heinsberg: Spiel von Gegensätzen in „heiliger Stadt”

Kreis Heinsberg : Spiel von Gegensätzen in „heiliger Stadt”

Die Ausstellung „Story of house” von Dong-Yeon Kim im Kunstverein Region Heinsberg, Horster Hof, Heinsberg-Unterbruch wird am Sonntag, 1. Juni, um 11 Uhr eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni zu sehen.

Die Einführung hält Dr. Christian Krausch, Kunsthistoriker und Geschäftsführer des Museumsvereins Mönchengladbach. 1988 wechselt Dong-Yeon Kim, geboren 1960 in Seoul, die Universität. Nachdem er seit 1982 an der Kyung-Hee Universität in Seoul Kunst studiert hat, reizte den damals 28-Jährigen das Angebot der Kunstakademie in Düsseldorf, wo er bis 1994, zuletzt als Meisterschüler von A. R. Penck, der westlichen Kultur nachspürt.

Dong-Yeon Kim, seit 2006 Professor an der Kyung-Hee Universität, arbeitet mit Räumen. Er konzentriert sich Kim bei der Auswahl und Präsentation seiner sensiblen Werke auf die Veranschaulichung eines übergeordneten inhaltlichen Zusammenhangs. Kim inszeniert durch seine Arbeiten eine assoziative und gedankliche Brücke auf die allgemeine Thematik von Geschichte.

So zeigt er unter dem Titel „Story of house” skulpturale Werke, die variationsreich an Hausformen und Kaminschlote erinnern. Dabei handelt es sich weniger um das Spiel mit dem Ort eines Hauses, das nicht nur schützende Hülle vor dem Wetter ist. Dieser dienenden Funktion angegliedert ist eine transzendente Eigenschaft von Architektur, die sich in unterschiedlichen Schwingungen auf Mensch und Tier überträgt.

Entsprechend betitelt Kim sein Werk als „The holy city”, um dadurch sein religiös philosophisch gelagertes Interesse an den Grundlagen menschlicher Existenz zu visualisieren. Zugleich sind die Werke von Dong-Yeon Kim Zeugnis eines Spiels von Gegensätzen, ein Thema, das der Künstler bis heute offen und sensibel auslotet.