Kreis Heinsberg: „Spiegelungen” als neue Bilder der Wirklichkeit

Kreis Heinsberg : „Spiegelungen” als neue Bilder der Wirklichkeit

Bei Petra Gerhards spiegelt sich eine herbstliche Baumgruppe, über die weiße Wolken im Sonnenschein hinweg ziehen, im Wasser. Bei ihren 17 Mitstreitern von der Fotogruppe Erkelenz liefern andere Motive, Gebäude, Tiere oder Menschen, ein ganz anderes Spiegelbild.

„Spiegelungen” lautet der Titel einer faszinierenden Ausstellung der Fotogruppe Erkelenz der Volkshochschule des Kreises Heinsberg, die VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns im Kreismuseum Heinsberg eröffnete. Sie umfasst insgesamt über 30 Motive und ist noch bis zum 18. Januar - samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr - bei freiem Eintritt zu besichtigen.

Franz-Josef Dahlmanns nutzte die Gelegenheit, auf die vielfältige Arbeit der Anton-Heinen-Volkshochschule als der größten Weiterbildungseinrichtung im Kreis zu verweisen. Jahr für Jahr seien es fast 25.000 Personen und damit fast zehn Prozent der Kreisbevölkerung, die an den Veranstaltungen teilnähmen, wartete er mit Zahlen auf.

Der Bevölkerung werde in etwa die dreifache Stundenzahl der gesetzlichen Vorgaben geboten. Dabei würden ganz bewusst auch Themen einbezogen, die nicht ausschließlich dem Pflichtangebot (Sprachen, EDV und Politik) zuzurechnen seien. In der „Kür” - und dazu gehöre die die kreative Bildung - wolle sich die VHS auch künftig engagieren, versicherte er. „Unser Blick auf die Weiterbildung, also auf das lebenslange Lernen ist ein umfassender und muss auf drei Aufgabenfelder, nämlich auf die Vermittlung von Qualifikationen, die Vermittlung von Kompetenzen und die Stärkung der Persönlichkeit, zugeschnitten sein”, betonte Dahlmanns.

So sei das Kreativangebot der VHS eine wesentliche Säule einer modernen Weiterbildung. Fotografie sei ein künstlerisches Ausdrucksmittel, dass für die öffentliche Auseinandersetzung bestimmt sei und nicht etwa für Alben und Archive. Für ihn als VHS-Leiter sei es daher sehr erfreulich, dass sich die Fotogruppe Erkelenz mit ihren Exponaten wieder einmal an die Öffentlichkeit begebe, dankte er zugleich dem zuständigen Fachbereichleiter der VHS und Museumspädagogen, Richard Jochims, sowie dem Kursleiter und Leiter der Fotogruppe, Michael Borgulat, für ihr Engagement bei der Realisierung.

Die Fotogruppe Erkelenz, die im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern konnte, gehört zu den ältesten aktiven Fotogruppen im Kreis Heinsberg. Viele Mitglieder errangen bei Wettbewerben bereits Preise. Für die Fotogruppe Erkelenz ist es die die erste Ausstellung in den Räumen des Kreismuseums in Heinsberg, so hatte Jochims recherchiert.

Der Spiegel als Instrument zur erweiterten Wahrnehmung und das Spiegelbild als ein neues Bild der Wirklichkeit, so ging Michael Borgulat, der Leiter der Fotogruppe, auf das Thema der Ausstellung ein. „Wenn wir in den Spiegel schauen, sehen wir uns selbst. Ohne Spiegel wüssten wir nicht, wie wir aussehen”, schuf er die Verbindung zu den ausgestellten Spiegelbildern mit dem Wasser als besonderem Medium. Er lud die Besucher zum Betrachten der Bilder ein und damit zu einer Reise in neue visuelle und gedankliche Welten.