Selfkant-Havert: Spendenfreudigkeit zahlt sich aus

Selfkant-Havert : Spendenfreudigkeit zahlt sich aus

Die Einwohner von Havert, Stein und Isenbruch sind stolz: Ihre Kirche St. Gertrud in Havert hat jetzt rundherum neue, farbige Fenster.

Dreizehn Jahre lang hat´s gedauert, eine Verglasung nach der anderen wurde erneuert, und das allein mit Spendengeldern der rund 800 Pfarrangehörigen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kirche völlig zerstört, ab Mitte der sechziger Jahre wurde das Gotteshaus von Grund auf restauriert. 1991 erhielt es dann wieder die ersten farbigen Verglasungen, vom Ophovener Glasmaler Peter Thomas.

Drei der fünf Chorfenster wurden erneuert. Nach seinem Tod setzte sein Sohn Achim, Kunstglasermeister in der Dremmener Firma Stoffels, sein Werk fort. Er fertigte 1999 vier weitere Verglasungen im Kirchenschiff.

Dominantes Element ist ein violettes Ornament, umrahmt von einer ansprechenden Farbpalette in streng geometrischen Formen. Dreiecke, übernommen aus der Gestaltung der Holzdecke, spielen dabei ein große Rolle. Das gilt auch für die acht weiteren Verglasungen, die jetzt das Kirchenschiff komplett in farbiger Verglasung erstrahlen lassen.

Insgesamt 90.000 Euro hat die Pfarrgemeinde aufgebracht für diese künstlerische Ausstattung ihres Gotteshauses. Ein großer Anteil davon stammt aus den Feiern zum 40- und 50-jährigen Priesterjubiläum sowie zur Verabschiedung und zur Geburtstagsfeier des früheren Pfarrers Cor van Bemmelen, als er 80 Jahre alt wurde. Nur zwei Fenster, rechts und links im Chorraum, fehlen jetzt noch.

Das Spendenbewusstsein in der Pfarre, etwa für die Dritte Welt, sei sehr groß, berichtet Jakob Cals, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. „Und wir sind alle sehr angetan”, berichtet er mit Blick auf die neuen Verglasungen.

Es sei sicherlich nicht alltäglich, dass eine Pfarrgemeinde mit einer solchen Ausdauer über viele Jahre ein solches Programm verfolge. „Unsere Fenster sind jetzt farbig, aber dennoch kommen wir hier tagsüber ohne elektrische Beleuchtung aus”, betont er.

„Wir haben nun eine ganz wundervolle Lichtfülle in unserer Kirche. Achim Thomas ist es gelungen, die Farben der Gläser so zu komponieren wie ein Musiker ein Musikstück komponiert”, lobt er die Arbeit des Künstlers.