Heinsberg: Speichelprobe soll Unschuld zu Tage fördern

Heinsberg : Speichelprobe soll Unschuld zu Tage fördern

Im Büro der Ermittlungskommission der Kreispolizeibehörde Heinsberg zur Aufklärungen der drei Vergewaltigungen in Heinsberg-Oberbruch herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Jede Viertelstunde klingelt es, ein junger Mann tritt ein, folgt einem freundlichen Beamten in einen Raum und verlässt das Gebäude nach einigen Minuten wieder.

Die Ermittlungskommission ist derzeit mit der Entnahme von Speichelproben beschäftigt. 450 junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren wurden dazu vorgeladen. Die Termine wurden den Betroffenen schriftlich mittgeteilt. Im Viertelstunden-Takt werden so pro Vorladungstag rund 65 junge Männer erwartet. Wie der Leiter der Ermittlungskommission Hartmut Dreher erklärt, sind an den Terminen bislang gut die Hälfte der insgesamt 450 Vorgeladenen erschienen.

„Manche waren im Urlaub und baten um eine Terminverlegung, andere waren sich der Bedeutung der Sache nicht bewusst. Doch nach einem Anruf oder einem klärenden Gespräch waren dann alle bereit, eine Speichelprobe abzugeben”, berichtet Dreher.

Mit Missverständnissen haben die Heinsberger Beamten vielfach zu kämpfen. Die jungen Männer fühlen sich oft als Verdächtige. Doch Dreher gibt eindeutig Entwarnung: „Wir wollen mit der Speichelprobe ja gerade beweisen, dass der Kreis der jungen Männer nichts mit den Verbrechen zu tun hat.” Auch in Sachen Datenschutz gebe es keinen Grund zur Sorge.

Hinweise zum Täter nimmt die Polizei auch weiterhin unter 02452/9200 entgegen.