Hückelhoven: SPD-Fraktion übt Selbstkritik an Wahlschlappe

Hückelhoven : SPD-Fraktion übt Selbstkritik an Wahlschlappe

Die Fraktion der Hückelhovener Sozialdemokraten hat in ihrer konstituierenden Sitzung auch Gründe für die teilweise herben Stimmeneinbußen bei der Kommunalwahl am 26. September gesucht.

Dabei nennt Willi Spichartz, der erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde, in erster Linie den negativen Bundestrend. „Dagegen gab es trotz unserer kommunalpolitischen Kompetenz kein Durchkommen.” Das drücke sich auch darin aus, dass die CDU im Stadtgebiet 450 verlor „und trotzdem als Siegerin dasteht”.

Ortsvereinsvorsitzender Heinz-Willi Schmitz sah zum einen die Wahlenthaltung vieler SPD-Wähler, die Agenda 2010 sowie die Hartz-Reformen, die bei der sozialdemokratischen Klientel auf „extreme Ablehnung” gestoßen seien, als einen Grund für die Wahlschlappe.

Er sprach aber auch interne an: Dem „destruktive Verfahren mit dem vormaligen Bürgermeisterkandidaten Clemens Schmidt” maß Schmitz einen Eigenanteil am schlechten Ergebnis bei. Jörg Leseberg, der, wie herausgestellt wurde, bei der Wahl mehr Stimmen als die Partei erhalten habe, dankte er, sich in dieser „schwierigen Situation” als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung gestellt zu haben.

Man werde, so Willi Spichartz, „den Kurs der sachorientierten Politik” fortsetzen. Schwerpunkte des kommunalpolitischen Programms der SPD in dieser Legislatur sollen Arbeitsplatzbeschaffung, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung sein.