Spaßfaktor 18 in Bellinghoven

Spaßfaktor 18 in Bellinghoven

Der Kreis Heinsberg hat gewählt - eigentlich wie immer. Die Frage, die die meisten beschäftigte: Schafft Leo Dautzenberg in Waldfeucht 100 Prozent?

Es hat nicht ganz gereicht, aber für 66,5 Prozent hätten Stoiber und Schröder doch glatt ihre Frauen verkauft. Alles also wie gehabt. Dautzenberg ist mit absoluter Mehrheit der strahlende Sieger, Zöpel bleibt der Schattenmann, obwohl 36,9 Prozent für einen in Bochum lebenden Kreisheinsberger schon ein ordentliches Ergebnis sind. Christa Nickels hat sage und schreibe 15 Prozent für die Grünen geholt - allerdings nur in Waurichen, ihrem Heimatort. Vielleicht sollte Frau Nickels mal darüber nachdenken, für die nächste Wahl in einen Ort mit mehr als 1000 Einwohnern zu ziehen.

Wo wir gerade bei grünen Kuriositäten sind. Greenhorn Hans J. Laumanns, der lockere politische Quereinsteiger der hiesigen FDP, hat auf Anhieb fast doppelt soviel Stimmen geholt wie sein Vorgänger Felix Becker. Es kommt noch besser: Hans J. Laumanns holte für die Spaßpartei für Besserverdienende sogar die berühmten 18 Prozent, und zwar in Bellinghoven. Damit dürfte dem Harbecker von seiner Partei ein Denkmal gesetzt werden.

Mit den 18 Prozent war das ja ungefähr so, als ob ein Hobby-Jogger ankündigt, die 100 Meter in drei Sekunden zu laufen. Was bleibt, ist die spannende Erkenntnis, dass sich im Kreis Heinsberg durch eine Wahl nichts ändert. Außer die angespannte Verkehrssituation; denn wenn die Wahlplakataufsteller weg sind, hat man endlich wieder freie Sicht auf die Verkehrsschilder.