Gangelt: Spargelstechen bleibt eine Wissenschaft für sich

Gangelt : Spargelstechen bleibt eine Wissenschaft für sich

„Da Ostern in diesem Jahr relativ spät im Kalender lag, hatte ich gehofft, vor dem Fest schon reichlich Spargel ernten zu können”, fasst der Gangelter Spargelbauer Herbert Dahlmanns zusammen, was dann am Ende doch nicht ganz geklappt hat.

Er, der seit 18 Jahren Spargel anbaut, hat in diesem Jahr erstmals mit Folientunneln auf dem rund 1,25 Hektar großen Stück gearbeitet, um früher ernten zu können.

Es ist ihm an Ende zwar gelungen, den ersten Spargelstich deutlich vor den meisten andern Spargelanbauern zu setzten; der Ertrag wenige Tage vor Ostern war jedoch noch nicht so groß.

Erst jetzt fängt die Zeit an, wo es sich für ihn und seine beiden Helfer lohnt, die Folien beiseite zu nehmen und reichlich von dem schmackhaften Gemüse zu ernten. Dabei staunt man über die Menge, die Herbert Dahlmanns, der seinen Hof am Hastenrather Weg hat, auf dem Stück ernten will.

„Witterungsbedingt erwarte ich hier einen Ertrag von sechs bis zwölf Tonnen in der Zeit bis zum 24. Juni.” Erntet man länger, stirbt die Pflanze, oder es fehlt im kommenden Jahr an Kraft, um wieder für rund acht Wochen Gaumenfreuden auf die Teller der Spargelfreunde zu bringen.

Im Gegensatz zum „Grünspargel”, der ebenerdig wächst, ist in unseren Breiten meist der weiße „Bleichspargel” anzutreffen. So sieht man in der Spargelzeit überall die typischen aufgeschütteten Spargeldämme, die dem Spargelspross den Weg an die Oberfläche verlängern.