Kreis Heinsberg: Sozialdemokratinnen zeichnen Grüne Maria Meurer aus

Kreis Heinsberg : Sozialdemokratinnen zeichnen Grüne Maria Meurer aus

Den Internationale Frauentag nahm die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im SPD-Unterbezirk Heinsberg zum Anlass, wieder eine Frau für ihr frauen- und sozialpolitisches Engagement mit der Regine-Hildebrandt-Medaille auszuzeichnen.

In diesem Jahr fiel die Wahl der Sozialdemokratinnen auf Maria Meurer. Die Grüne ist seit Jahren auf lokaler und regionaler Ebene politisch aktiv und leitet derzeit unter anderem die Kreistagsfraktion ihrer Partei. Darüber hinaus engagiert sie sich im Umweltschutz, in der Flüchtlingsarbeit und für das Frauenzentrum.

Anlass und Gastgeberinnen entsprechend, trug Maria Meurer bei der Versammlung der ASF im Klostercafé von Haus Hohenbusch bei Erkelenz ein rotes Kleid, was aber nicht als politisches Eingeständnis verstanden werden sollte. „Grün steht mir einfach nicht”, lautete ihr modebewusster und ehrlicher Kommentar.

Im Namen des SPD-Unterbezirks überbrachte Nicole von den Driesch Glückwünsche. Mit Blick auf den Frauentag betonte sie, dass Frauen aus Politik und Wirtschaft nicht mehr wegzudenken seien. „Es hat sich schon viel bewegt, aber noch nicht genug”, erklärte sie. Die Geehrte sei ein Beispiel dafür, dass Frauen ihre Rollen als Mütter und Berufstätige vereinbaren würden.

Michael Stock, der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende, bescheinigte der ASF eine gute Wahl. Er würdigte Maria Meurer als kompetente Politikerin, „mit der die Arbeit Spaß macht”.

ASF-UB-Vorsitzende Ilse Lüngen erklärte am Veilchendienstag, dass der Karneval wesentlich zur Befreiung der Frauen beigetragen habe. Schließlich hätten 1826 vor der Geburt der Arbeiterbewegung in Bonn-Beuel Arbeiterinnen am Karnevalsdonnerstag das Rathaus gestürmt und ihr Recht durchgesetzt, an der Gestaltung des Karnevals mitzuwirken.

Die ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin Christa Nickels bescheinigte ihrer Parteifreundin Maria Meurer in der Laudatio ein starkes soziales Engagement und Eintreten für die Gleichberechtigung. Dabei habe anfangs gegen Windmühlen angekämpft werden en müssen. Noch in den 80er-Jahren sei die Frauenpolitik „belächelt” worden. Es sei schon viel erreicht worden, doch noch mehr gelte es zu erreichen.

Maria Meurer selbst wertete die Auszeichnung auch als Ansporn für die Zukunft und die weitere politische Arbeit.