Erkelenz-Hetzerath: Sommerakademie vor malerischer Kulisse

Erkelenz-Hetzerath : Sommerakademie vor malerischer Kulisse

Ein Wust aus allerlei bunten Farben, verschiedenen Pinseln, Leinwänden, Filz, Stahl und sogar ein Schmiedefeuer: Vieler unterschiedlicher Werkzeuge bedienen sich die Teilnehmer der Sommer-Kunstakademie in Haus Hohenbusch.

Innerhalb der vergangenen Wochen hat sich in und um Haus Hohenbusch herum eine Menge getan. Überall, in jede Ecke des ehemaligen Kreuzherrenklosters, hat die Kunst Einzug gehalten. Etliche Werke wurden kreiert. Es werden noch mehr, denn die Kurse der Akademie dauern bis Samstag, 13. September.

Dass die Akademie beliebt ist, spiegelt sich in den Teilnehmerzahlen. Waren es im vergangenen Jahr noch 200, sind es diesmal beriets rund 240 Kreative.

Und die kommen aus aller Herren Länder. Mit viel Liebe fürs Detail macht sich etwa Temenuzhka Dikanska aus Bulgarien ans Werk.

„Kunst hat mich schon immer interessiert, weshalb ich mich auch an einer Kunstakademie speziell mit modischen Textilien beschäftigt habe”, sagt sie. Seit einiger Zeit schon fertigt sie Wandteppiche, an denen sie bis zu drei Monaten sitzt.

Auf die Sommer-Kunstakademie ist Temenuzhka Dikanska über das Internet aufmerksam geworden. In diesem Jahr ist sie bereits zum zweiten Mal dabei. „Wenn es klappt, würde ich nächstes Jahr gerne wieder kommen”, schwärmt die junge Frau.

Aber nicht nur aus Bulgarien waren Hobbykünstler angereist, sondern auch aus der Schweiz: Begeistert bei der Sache ist auch Fritz Blatmann vom Genfer See, den einige Kollegen liebevoll „künstlerischer Nimmersatt” nennen.

Der gelernte Landwirt ist bereits zum dritten Mal in Haus Hohenbusch, hat mit Acryl angefangen und sich dann über Akt und Porträt weiter voran getastet: „Das ist die Grundbasis, um in eigene freie Malerei zu kommen.”

Über kurz oder lang möchte er sich langsam von seinem Hof trennen und sich nur noch der Kunst widmen.

Schon ein „alter Hase” in Haus Hohenbusch ist der gebürtige Inder, Ananga De, der seit mehr als 47 Jahren in Deutschland lebt, derzeit in Stuttgart. „Ich bin ein konstanter Typ”, sagt er - und erklärt damit, warum er die Akademie bereits zum elften Mal besucht.

„Hier ist es immer wieder, als würde man nach Hause kommen. Alle warten auf dich”, schwärmt der gelernte Diplom-Physiker, Computer-Fachmann und Heilpraktiker.