Selfkant-Höngen: „Solo für die Musik“ begeistert Zuhörer im Kulturhaus

Selfkant-Höngen : „Solo für die Musik“ begeistert Zuhörer im Kulturhaus

Rund 50 Musikfreunde erlebten im Kulturhaus Höngen eine beeindruckende Fortsetzung von „Ein Solo für die Musik“. Gottfried Engendahl als Vorsitzender des Kulturvereins Selfkant zeigte sich sehr erfreut über die große Resonanz, er lobte bei der Begrüßungsansprache Dorothea Blum als Ideengeberin.

Dieser Musiknachmittag, so konstatierte Engendahl, sei auf dem besten Wege, im Selfkantland schöne Tradition zu werden.

„Ein Solo für die Musik“ sah zu Beginn einen coolen Auftritt von Lukas Jansen im Freizeitdress, der Nachwuchsmann spielte sauber und klar unvergessene Musik von Paul Simon und Art Garfunkel und weitere Musik der 70er Jahre. Ein klassisches Werk präsentierte Michael Barke auf seine Violine, er spielte die zweite Sonate für Violine allein, ferner Etüde 5 Andante Relegiose (op.25). Dann kam Texter und Komponist Stefan Millitz. War der 70-Jährige bis dahin nicht allen Anwesenden bekannt, so fand er auf Anhieb viele neue Musikfreude. Der einstige Musiklehrer liebt die Musik, er hat schon viele Texte und Kompositionen geschrieben. Höngen erlebte eine Uraufführung, die selbst komponierter Melodie (gespielt auf dem Piano) und Text gingen unter die Haut. „Ein Freund“ hieß das erste Stück von Stefan Millitz, der in Selfkant-Tüddern seit Jahrzehnten seine Heimat gefunden hat. Und dann spielte gebürtige Rumäne Stefan Millitz den „Engel von Berlin“. Es gab kräftigen Applaus.

Beim ersten Solo für die Musik lernten sich kennen, und Musik kennt bekanntlich keine Grenzen: Ein neues internationales Quartett wurde kurzerhand geboren, Höngen erlebte eine ganz besondere Premiere. Denn Manfred Breuers auf der Klarinette, Peter Schlitt mit Banjo und Gesang, dazu Matty Kontio und Marie-Claire de Vidal spielten zusammen. Das Zusammenspiel harmonierte — voller Harmonie und Gefühl. „Musik führt zusammen“, sagte Peter Schlitt und gab als Frontmann den Ton an. Mit „Bei mir bistu shein“ und „Blueberry Hill“ sprang der Funke aus dem Quartett ins Publikum über.

Karl und Norbert Kubat sangen dann unter anderem mit „Die kleine Kneipe“ bekannt Ohrwürmer vergangener Tage.

Ursula Windeln auf der Querflöte und Peter Schlitt auf der Gitarre und Gesang beendeten mit irischen Balladen Teil eins des Konzertes. In der Pause spielte Dorothea Blum auf dem Piano Stückevon Bach bis Schostakowitsch. Im zweiten Teil gab es jeweils weitere musikalische Leckerbissen der Künstler, unter anderen mit Musik der Beatles, irischen Balladen und Stefan Millitz mit seiner Komposition „Im Einklang“.

(agsb)