Selfkant: Showtanzgruppe Xanadu ehrt ihren „Vater”

Selfkant : Showtanzgruppe Xanadu ehrt ihren „Vater”

„Ich habe in meinem Leben schon einige Auszeichnungen erhalten, jedoch diese Würdigung heute Abend übertrifft alles”, sagte ein bewegter Franz Jütten aus Millen, und er hatte schon einige Freudentränen in den Augen.

Es war die Überraschung der ersten Halloween-Nacht der Showtanzgruppe „Xanadu” aus dem Selfkant. Franz Jütten wurde von den „Xanadu”-Mädels ausgezeichnet, denn seit 25 Jahren ist der Millener der „Vater” des Truppe. Ob Organisation, Terminplan, Training und vieles mehr - ohne Franz Jütten lief und läuft nichts bei „Xanadu”.

„Halloween-Nacht” als neues Selfkant-Highlight

In der Festhalle Hastenrath (Trainingsort der Gruppe) war die Stimmung bestens, dafür sorgten auch die Kellerjungs aus Süsterseel, die als Überraschungsgäste auftraten und Hastenrath beben ließen.

Es gab einige Überraschungen an diesem Abend, wobei die Mädels der Showtanzgruppe „Xanadu” nicht nur während der Auszeichnung von Franz Jütten strahlten. Der Besuch übertraf alle Erwartungen, im wahrsten Sinne wurde ein neues Selfkant-Highlight geboren. Diese Halloween-Nacht war der krönende Abschluss der Selfkant-Feten.

Aus der Kleischötte-Garde hervorgegangen

In der Karnevalssession 1978/79 begann die „Ein-Mann-Show” des mittlerweile 76-jährigen Franz Jütten. Aus der Prinzengarde der Süsterseeler Karnevalsgesellschaft „De Kleischötte” heraus wurde eine Showtanzgruppe geformt, vor rund zehn Jahren erhielt die Truppe ihren Namen „Xanadu”.

Seit zwei Jahren hat sich „Xanadu” verselbstständigt. „Es blieb uns im Grunde nur dieser Schritt übrig, um weiterhin so einen Erfolg zu haben”, so Franz Jütten und er ist immer noch der Macher.

„Als ich vor Monaten durch Monic Houben angesprochen wurde, eine Namensliste aller bisherigen Tänzerinnen anzufertigen, hatte ich keine Ahnung, dass diese Liste für diese Party wertvoll sein würde”, lachte Franz Jütten am nächsten Tag und war immer noch beeindruckt, was seine Mädels auf die Beine gebracht hatten.

Viele der eingeladenen Ehemaligen waren erschienen, gemeinsam sangen alle das Jubiläumslied für „ihren Franz”. Geschenke gab es natürlich reichlich für Franz Jütten und auch für seine Gattin Else.

Vor Tagen weilte „Xanadu” mit Vertretern des Kreises Heinsberg in Schottland zum 30-jährigen Partnerschaftstreffen und wurde auf dort frenetisch gefeiert. Dort bekam man eine wertvolle Vase geschenkt, die nun im Hause Jütten ihren Ehrenplatz haben wird. „Wir schenken Dir und deiner Gattin diese Vase, damit du ständig Blumen für Else mitbringen kannst”, lachte Monic Houben und es gab lang anhaltenden Beifall vom Publikum und von den Mädels.

Auf dem Sprung zur ersten Weltmeisterschaft

Vor Wochen berichtete unsere Zeitung, dass das Jahr 2004 „das Jahr von Xanadu” werden solle. Wie ernst Franz Jütten und seine Mädels dieses Ziel nehmen, zeigte bereits der Tag nach der Halloween-Nacht.

Da stand das nächste Training an, die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen auf vollen Touren. Und vielleicht gelingt sogar der Sprung zur ersten Weltmeisterschaft in Meerseburg.